ZDFheute

Die wichtigsten Fakten zum Corona-Impfstoff

Sie sind hier:

Kosten, Zulassung, Verteilung - Die wichtigsten Fakten zum Corona-Impfstoff

Datum:

Der Durchbruch bei Biontech ist eine Erfolgsmeldung. Aber wann startet die Impfung gegen Corona in Deutschland? Und wer erhält den Impfstoff zuerst? Wichtige Fragen und Antworten.

Eine Spritze im Spotlight
Endlich ein wirksames Mittel im Kampf gegen das Virus? Europa wartet auf die Corona-Impfung. (Symbolbild)
Quelle: picture alliance / Andreas Franke

Wann ist der Corona-Impfstoff in Deutschland verfügbar?

Das ist noch unklar. Selbst Biontech und Pfizer, deren Impfstoff einen 90-prozentigen Schutz gegen das Coronavirus bieten soll, haben noch keinen Zulassungsantrag bei der europäischen Arzneitmittelbehörde EMA gestellt. Eine Zulassung durch die EMA ist aber maßgeblich, auch für Deutschland.

Biontech und Pfizer sagen:

Lieferung soll Ende 2020 starten, vorbehaltlich der behördlichen Zulassung.
Biontech und Pfizer

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) glaubt, dass im Sommer 2021 flächendeckend geimpft werden kann.

Die Firma Biontech bringt möglicherweise noch diesen Monat einen Corona-Impfstoff auf den Weg. Virologin Ulrike Protzer erklärt, was das für den Kampf gegen das Virus bedeutet.

Beitragslänge:
31 min
Datum:

Sind bereits konkrete Verträge abgeschlossen?

Die EU-Kommission hat vier Rahmenverträge über insgesamt bis zu 1,1 Milliarden Impfstoffdosen geschlossen. Drei Vertragspartner sind in der Forschung bereits sehr weit:

  • Biontech und Pfizer: bis zu 300 Millionen Dosen
  • AstraZeneca: bis zu 300 Millionen Dosen
  • Johnson&Johnson: bis zu 200 Millionen Dosen

Ein vierter Vertrag mit Sanofi geht ebenfalls über 300 Millionen Dosen, dort ist die Forschung allerdings noch nicht ganz soweit.

Wie soll der Impfstoff in der EU verteilt werden?

Die Frage ist wichtig, weil es bei den Corona-Impfungen keine nationalen Alleingänge geben soll. Die EU-Kommission sagt:

Der Zugang zu Impfstoffdosen wird unter den teilnehmenden Mitgliedsstaaten entsprechend des Schlüssels nach Bevölkerungsgröße verteilt.
EU-Kommission

Der deutsche Anteil an der EU-Bevölkerung liegt bei 18,6 Prozent.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte Mitte der Woche allerdings davon gesprochen, dass Deutschland bis zu 100 Millionen der bis zu 300 Millionen Biontech-Dosen für die EU bekommen könnte - und damit in Brüssel Kopfschütteln ausgelöst. Ein Sprecher Spahns erklärte, Deutschland habe sich bereits im Vorfeld bereit erklärt, bis zu 100 Millionen Dosen abzunehmen.

Die EU hat mit den Unternehmen Biontech und Pfizer einen Liefervertrag für ihren vielversprechenden Corona-Impfstoff ausgehandelt. Dazu ZDF-Korrespondent Gunnar Krüger.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Was kosten die Impfstoffe?

Die genauen Kosten sind nicht bekannt. Die Größenordnung lässt sich aber abschätzen: Die Mittel kommen aus einem sogenannten Soforthilfeinstrument mit ursprünglich 2,7 Milliarden Euro.

Wann könnte die EU-Zulassung frühestens erfolgen?

Der Chef der zuständigen EU-Steuerungsgruppe, Clemens Martin Auer, sagte der "Berliner Zeitung" Mitte Dezember als frühestmöglichen Zulassungszeitpunkt.

Die Politik betont aber: Es würden keine Abstriche bei der Sicherheit und beim üblichen Zulassungsverfahren gemacht. Die Bürger sollen den in aller Eile entwickelten Impfstoffen vertrauen können.

Biontech-Chef Sahin rechnet damit, dass dieses Jahr 50 Millionen Dosen Impfstoff hergestellt werden könnten. Diese würden an Länder verteilt, wo es eine Genehmigung gebe.

Beitragslänge:
4 min
Datum:

Wie soll die Corona-Impfung in Deutschland ablaufen?

Deutschland setzt auf:

  • Impfzentren
  • Mobile Impfteams, etwa in Pflegeheimen

Wer soll den Impfstoff zuerst erhalten?

  • Menschen mit Vorerkrankungen, etwa der Lunge
  • Ältere
  • Menschen in systemrelevanten Berufen, etwa Ärzte und Ärztinnen, Pflegekräfte, Lehrkräfte, Erzieher und Erzieherinnen sowie Beschäftigte bei Polizei und Feuerwehr

Da der Impfstoff am Anfang nicht für alle reicht, soll die Impfstrategie noch weiter priorisiert werden. Darum kümmern sich der Ethikrat, die Impfkommission und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina.

Eine Ethikkommission beriet heute zum Umgang mit Covid-19-Impfstoffen. Der erste mögliche Impfstoff sei sehr begrenzt. Demnach werde die Impfung der Risikogruppen, sowie Personen mit Schlüsselfunktionen im Gesundheitswesen, Beamte und Lehrer priorisiert.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Wie viele Impfzentren soll es geben?

Das ist noch unklar. Die Bundesländer sollen bis Ende der Woche 60 Anlieferungsstellen melden, damit die Kühlkette gewährleistet bleibt. In Berlin etwa soll es ab Dezember eine Infrastruktur geben, bei der 20.000 Menschen pro Tag geimpft werden könnten.

Für die Zwischenlagerung des Impfstoffes hat das Bundesgesundheitsministerium bereits die Bundeswehr um Amtshilfe gebeten. Dort wird bereits geprüft, wie die Aufgabe zu erfüllen ist.

Diskussion um Impfstoff -
So sieht die Impfstrategie aus
 

Die Impfstrategie sieht vor, zunächst Risikogruppen, Mitarbeiter im Gesundheitswesen sowie Personen mit "Schlüsselstellungen" zu impfen.

Videolänge
1 min

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

ZDFheute Update

Update am Abend -
Beschlossene Sachen?
 

Wie geht's weiter in Sachen Amtsübergabe nach der US-Wahl und wie geht's in Deutschland weiter in Sachen …

von Andreas Kronhart
Sachsen, Leipzig: Der geschmückte Weihnachtsbaum steht auf dem Leipziger Marktplatz.

Opposition zu Länder-Papier -
Kritik an Shutdown II: Zu viel, zu wenig
 

Den einen ist es zu wenig, den anderen viel zu viel: Die Opposition ist mit dem Corona-Papier der Länder …

von Kristina Hofmann, Berlin
Videolänge
1 min
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.