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Impfstrategie gegen Coronavirus - Pfleger, Ärzte und Risikogruppen erst impfen

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Wer soll die ersten Impfdosen gegen das Coronavirus erhalten? Experten von Leopoldina, Ständiger Impfkommission und Ethikkommission stellen am Montag gemeinsame Empfehlungen vor.

Der Corona-Impfstoff könnte Ende diesen oder Anfang nächsten Jahres erhältlich sein. Wissenschaftler wollen nun Empfehlungen aussprechen wer zuerst geimpft werden soll.

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Wenn ein Corona-Impfstoff kommt, wer wird ihn zuerst erhalten? Um die zunächst begrenzte Zahl an verfügbaren Impfdosen verteilen zu können, baut die Bundesregierung auf die Einschätzung von Experten zur Entwicklung einer nationalen Impfstrategie gegen das Coronavirus.

Am Montag wollen der Deutsche Ethikrat, die Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina und die am Robert Koch-Institut (RKI) angesiedelte Ständige Impfkommission ein gemeinsames Papier dazu vorlegen.

Zentrales Register von Corona-Impfungen geplant

Die Bundesregierung plant einem Medienbericht zufolge eine zentrale Dokumentation etwaiger Impfungen, wenn Corona-Impfstoffe erstmal verfügbar sind. "Hierzu soll ein webbasiertes Datenportal verwendet werden, welches bis zum Beginn der Impfaktivitäten in Deutschland durch das RKI entwickelt werden soll", zitiert das Nachrichtenportal "ThePioneer" aus der geplanten Nationalen Impfstrategie. Sie soll dem Bericht zufolge an diesem Montag vom Corona-Kabinett beschlossen werden.

Die Regierung beabsichtigt damit einen möglichst umfassenden und aktuellen Überblick darüber, welche Bevölkerungsgruppen bereits geimpft sind. Erfasst werden sollen demnach nicht-personenbezogene Angaben wie Alter, Geschlecht, Wohnort und Impf-Indikation sowie der Ort der Impfung, Impfdatum und das Impfstoff-Produkt mit Chargennummer.

Impfung soll Einschränkungen überflüssig machen

In einem am Sonntag veröffentlichten Video zum virtuellen Tag der offenen Tür der Bundesregierung sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel, sie gehe davon aus, dass nach Zulassung eines Impfstoffs zunächst Pflegekräfte, Ärzte und Menschen aus Risikogruppen geimpft werden.

Niemand wird gezwungen, sich impfen zu lassen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel

Die Bundesregierung hoffe, dass "recht bald" die ersten Impfstoffe zugelassen würden, sagte Merkel. Die Vorbereitungen für Impfungen liefen bereits. Am Anfang werde aber noch nicht genügend Impfstoff zur Verfügung stehen.

Das Virus sei "mehr oder weniger besiegt", wenn 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung immun seien, entweder weil sie die Krankheit durchgemacht hätten oder durch Impfung. "Dann können wir auch alle Einschränkungen aufheben."

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Opposition fordert Bundestag-Abstimmung über Impfstrategie

Der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Theurer, forderte, die Bundesregierung müsse "die notwendige Impfstrategie parlamentarisch legitimieren und der Allgemeinheit rechtzeitig erklären, um eine breite Mehrheit in der Bevölkerung und in den Parlamenten zu gewinnen".

Ähnlich äußerte sich der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. Wer den Impfstoff zuerst erhalten solle, müsse vor allem im Bundestag diskutiert und entschieden werden. "Allein dessen demokratisch gewählte Mitglieder sind dafür vom Volk legitimiert." Bund und Länder sollten dann verbindlich festlegen, wie der Impfstoff auch die Menschen in den Pflegeheimen erreiche.

Forscher laufen auf eine Zielgerade zu, hinter der eine Spritze steht, die den Corona-Impfstoff symbolisiert.u

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