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Verteilung nach Zulassung - EU-Vertrag über Biontech-Impfstoff fertig

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Die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer rückt in greifbare Nähe. Die EU hat mit der Pharmaindustrie Verträge über die Lieferung der ersten Dosen ausgehandelt.

Der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer soll den Menschen in Europa nach der Zulassung rasch zur Verfügung stehen. Dazu wurde ein Liefervertrag über 300 Millionen Impfdosen ausgehandelt.

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Die EU-Kommission hat einen Vertrag zur Lieferung des vielversprechenden Impfstoffs der Pharmafirmen Biontech und Pfizer fertig ausgehandelt.

Vertrag in "trockenen Tüchern"

"Die Verhandlungen mit der Pharmaindustrie sind abgeschlossen", bestätigten Kommissionskreise am Dienstag dem ZDF. "Der Vertrag ist in trockenen Tüchern." Morgen will die EU-Kommission die Details präsentieren.

Bei Verhandlungen mit dem Corona-Impfstoffhersteller Pfizer gab es streitige Positionen um Haftungsfragen, die EU habe sich aber durchgesetzt. Sollte es bei dem Impfstoff zu Nebenwirkungen kommen, könnten Betroffene klagen, berichtet Anne Gellinek.

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Die Entscheidung stehe nicht im Zusammenhang mit dem am Montag verkündeten Studienerfolg der beiden Unternehmen. Die EU-Kommission hatte bereits im September mit den Unternehmen Sondierungsgespräche über die geplante Lieferung von bis zu 300 Millionen Impfstoffdosen abgeschlossen.

Ein Rahmenvertrag war aber noch nicht zustande gekommen - anders als bei drei anderen Impfstoffherstellern.

100 Millionen Dosen an Deutschland

Deutschland möchte bis zu 100 Millionen Dosen erhalten. Damit sei die Bundesregierung in den Gesprächen in der EU angetreten, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstag in Berlin mit.

Für eine Immunisierung sollen zwei Impfdosen pro Person nötig sein. Nach Vertragsabschluss in der EU haben alle 27 Länder gleichzeitig Zugriff auf erste Lieferungen. Sie sollen nach Bevölkerungsstärke verteilt werden. Deutschland hat einen Anteil von rund 19 Prozent.

90-prozentige Wirksamkeit

Die Unternehmen hatten am Montag bekanntgegeben, dass ihr Impfstoff einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor Covid-19 biete. Eine Zulassung zunächst in den USA soll frühestens kommende Woche beantragt werden.

Ein Corona-Impfstoff in Europa und den USA rückt in greifbare Nähe: Der deutsche Hersteller BioNTech hat Zwischenergebnisse einer großen Studie vorgelegt. Der Impfstoff soll einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor Covid-19 bieten.

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Spahn will schnellen Zulassungsprozess

Spahn erwartet einen zügigen Zulassungsprozess. So würden nicht wie üblich erst alle Daten gesammelt und dann nach Ende der Zulassungsstudie bei den Behörden eingereicht. Diesmal laufe das in direktem Austausch.

Sowohl eine Zulassung in der USA als auch eine in Europa würden sehr zügig geschehen. Spahn versicherte: "Die Anforderungen, die wir stellen (...), sind nicht irgendwie abgesenkt oder geändert."

Deutschland hätte auch alleine Verträge machen können

Deutschland als attraktiver Pharmamarkt hätte wie andere große EU-Staaten mit den Unternehmen auch alleine einen Vertrag schließen können, sagte Spahn. Doch mit Frankreich, Italien und den Niederlanden habe man sehr stark dafür geworben, dass dies die Kommission für alle EU-Staaten macht.

Europa hat mit einer Stimme gesprochen.
Manfred Weber (CSU), Fraktionsvorsitzender der Europäischen Volkspartei

Denn sonst hätten kleinere Staaten das Nachsehen gehabt. "Das ist manchmal etwas mühsamer, aber am Ende, wenn wir zusammenstehen, sind wir zusammen stärker."

Das Mainzer Unternehmen Biontech hat eine entscheidende Etappe hin zu einem wirkungsvollen Corona-Impfstoff geschafft.

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Pfizer muss europäisches Haftungsrecht akzeptieren

Weber sagte: "Die Verträge müssen fachlich, sachlich, rechtlich ordentlich abgeschlossen werden." Es habe am Schluss noch Diskussion darüber gegeben, dass Pfizer auch das Haftungsrecht Europas zu respektieren habe.

Europa habe mit einer Stimme gesprochen, gegenüber dem US-Konzern Pfizer habe man so stärker auftreten können.

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