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Corona-Infektionen steigen erneut an

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Feiern, Freizeit, Ferien - Corona-Infektionen steigen erneut an

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Deutschlandweit steigen die Infektionszahlen an. Nun sind nicht Schlachthöfe verantwortlich, sondern unser Verhalten im Alltag. Es wächst die Sorge vor einer zweiten Welle.

In Deutschland haben die Neuinfektionen mit dem Coronavirus den höchsten Wert seit fast vier Wochen erreicht. Einer der Gründe: wachsende Sorglosigkeit – auch im Urlaub.

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Infektionsdaten der Johns-Hopkins-Universität geben für Deutschland aktuell einen 7-Tage-Schnitt von 510 neuen Corona-Infektionen an. Dieser Trend liegt 31 Prozent über dem der Vorwoche. Der Tageswert für Freitag lag bei 742 neuen Fällen - zuletzt hatte es am 18. Juni durch die Masseninfektionen in der Fleischindustrie solch einen täglichen Zuwachs gegeben.

Zwar liegen die Werte weiterhin auf einem überaus niedrigen Niveau verglichen mit den Corona-Hotspots weltweit, dennoch sind Politik und Robert-Koch-Institut besorgt. "Die Zahl der täglich neu übermittelten Fälle war in den letzten Tagen bereits angestiegen. Diese Entwicklung ist sehr beunruhigend", sagte eine RKI-Sprecherin.

Kretschmer: "Die zweite Welle ist schon da"

Für Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) ist die zweite Infektionswelle der Pandemie damit bereits in Deutschland angekommen:

Wir haben jeden Tag neue Infektionsherde, aus denen sehr hohe Zahlen werden könnten.
Michael Kretschmer

Bislang gelinge es den Gesundheitsämtern aber "erstaunlich gut" diese Welle jeden Tag neu zu brechen, sagte Kretschmer der "Rheinischen Post".

Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Menschen ein Infizierter im Mittel angesteckt hat, liegt laut Robert-Koch-Institut bei 1,08 (Datenstand 24.07.2020, 00.00 Uhr). Der R-Wert bildet jedoch das Infektionsgeschehen vor rund eineinhalb Wochen ab. Damit gibt er keine Auskunft über aktuelle Trends.

Diesen Regionen droht erneut der Lockdown

Obergrenze überschritten -
Corona-Obergrenze: Wo Verschärfungen drohen
 

Ob Corona-Maßnahmen gelockert oder verschärft werden, hängt von der Zahl der Neuinfektionen ab. Eine aktuelle Karte zeigt, ob die Obergrenze in Ihrer Region eingehalten wird.

von Simon Haas

Was verursacht diesen Anstieg?

Im Gegensatz zum deutlichen Anstieg der Fallzahlen Mitte Juni sind es diesmal nicht isolierte Ereignisse in Schlachtbetrieben oder Gottesdiensten, die die Zahlen ansteigen lassen. Aktuell ist ein organisches Wachstum über viele Landkreise hinweg zu beobachten.

Laut RKI sind dafür "viele kleinere Geschehen in verschiedenen Landkreisen" verantwortlich: Feiern, Freizeit- und Arbeitsaktivität.

Dabei verbleiben bislang aber alle Kreise unter den für sie festgelegten Grenzwerten von 30 beziehungsweise 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern. Darüber drohen Einschränkungen des öffentlichen Lebens. In insgesamt 32 Landkreisen liegt der Wert jedoch bereits über zehn. Darunter sind sowohl städtische wie ländliche Gebiete. Besonders hoch sind diese Zahlen dabei in den Landkreisen Vechta und Hof.

Die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Dilek Kalayci, sagt zu den vorgesehenen kostenlosen Corona-Tests an Flughäfen: „Wir wollen möglichst viele Zurückreisende erreichen“. Zuletzt seien Reisende bei Tests zurückhaltend gewesen.

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Welche Rolle spielen Urlauber dabei?

Das RKI beobachtet, dass "Covid-19-Fälle zunehmend unter Reiserückkehrern identifiziert werden". Das schlug sich auch in der Aussage von Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) nieder, als sie am Freitag vor die Presse trat, um die Beschlüsse der Gesundheitsministerkonfernz zu verkünden:

Infektionsketten sind bereits in beachtlicher Anzahl auf Reiserückkehrende zurückzuführen.
Dilek Kalayci, Gesundheitssenatorin Berlin

Das Risiko, dass Infektionen so nach Deutschland eingeschleppt werden können, sei sehr hoch. Aus diesem Grund wurden nun kostenlose Test-Zentren für Reisende aus Risikoländern an allen deutschen Flughäfen beschlossen. Verpflichtend sind diese Tests im Gegensatz zur 14-tägigen Quarantäne aber nicht.

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