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Bei Corona-Intensivbettenmangel - Leben oder Tod? So wollen Ärzte entscheiden

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Deutsche Fachärzte stellen sich darauf ein, über Leben und Tod entscheiden zu müssen, wenn zuviele Corona-Patienten da sind. Nun gibt es einen Katalog mit Handlungsempfehlungen.

Medizinisches Gerät in einem Krankenhaus
28.000 Intensivbetten gibt es in Deutschland - was ist, wenn das in der Corona-Krise nicht reicht?
Quelle: dpa

Die deutschen Ärzte stellen sich darauf ein, Entscheidungen über Leben und Tod treffen zu müssen, wenn wegen zu vieler Corona-Patienten die Intensivkapazitäten nicht mehr ausreichen. Für diesen Fall beschlossen sieben medizinische Fachgesellschaften nun einen Katalog mit Handlungsempfehlungen, aus dem die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zitierte.

"Analog der Triage in der Katastrophenmedizin"

In dem Papier heißt es demnach, es sei "wahrscheinlich, dass auch in Deutschland in kurzer Zeit und trotz bereits erfolgter Kapazitätserhöhungen nicht mehr ausreichend intensivmedizinische Ressourcen für alle Patienten zur Verfügung stehen, die ihrer bedürfen". Dadurch entstünden "Konflikte bei Entscheidungen über intensivmedizinische Behandlungen".

Unmissverständlich heißt es in dem Papier:

Wenn nicht mehr alle kritisch erkrankten Patienten auf die Intensivstation aufgenommen werden können, muss analog der Triage in der Katastrophenmedizin über die Verteilung der begrenzt verfügbaren Ressourcen entschieden werden.
Aus der Empfehlung der Fachgesellschaften

Es sei, so das Dokument weiter, "unausweichlich", eine Auswahl zu treffen, welche Patienten akut- oder intensivmedizinisch behandelt werden "und welche nicht (oder nicht mehr)". Entscheidend müssten medizinischer Befund und Wille des Patienten sein.

Was bedeutet "Triage"?

Dies stelle "enorme emotionale und moralische Herausforderungen für das Behandlungsteam dar", heißt es weiter. Klare Handlungsempfehlungen könnten aber die Teams entlasten und zugleich das Vertrauen der Bevölkerung in das Krisenmanagement der Krankenhäuser stärken.

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