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Coronavirus: Asiaten wehren sich gegen Anfeindungen

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#JeNeSuisPasUnVirus - Coronavirus: Asiaten wehren sich gegen Anfeindungen

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"Ich bin kein Virus": Tausende Asiaten werden wegen des Coronavirus auf Twitter angefeindet. Sie wehren sich unter #JeNeSuisPasUnVirus. Auch Falschmeldungen breiten sich aus.

Menschen in Hongkong tragen Schutzmasken am 29.01.2020
Menschen in Hongkong mit Schutzmasken
Quelle: picture alliance/ZUMA Press

In französischsprachigen Ländern posten viele Twitter-Nutzer unter dem Hashtag #JeNeSuisPasUnVirus ("Ich bin kein Virus") Kommentare oder Fotos und wehren sich damit gegen Ausgrenzung und offenen Rassismus. "Ich bin Chinese, aber ich bin kein Virus", schreibt etwa ein junger Mann.

Ich weiß, dass die ganze Welt Angst vor dem Virus hat, aber keine Vorurteile bitte.
Junger Chinese

#JeNeSuisPasUnVirus auf Twitter

Zu der Kurzbotschaft hat er ein Selfie gestellt, auf dem er ein Blatt mit der Aufschrift #JeNeSuisPasUnVirus vor seinen Mund hält. Der Hashtag geht auf eine junge Französin asiatischer Abstammung zurück, die zu Wochenbeginn anonym dazu aufgerufen hatte, Beispiele für Anfeindungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus im Internet zu veröffentlichen.

"Die Gesundheitskrise des Coronavirus hat rassistische Parolen in den Medien und den sozialen Netzwerken hervorgerufen", schreibt die Frau in ihrem Aufruf. Viele asiatisch aussehende Menschen würden schief angesehen oder beleidigt. Sie würden etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln aufgefordert: "Zieh deine Maske an". Sie habe auch von Eltern gehört, die ihre Kinder gewarnt hätten: "Nimm dich vor den Chinesen in Acht".

Falschmeldung: keine Quarantäne in Paris wegen Lungenkrankheit

Die französische Zeitung "Courrier Picard" aus Nordfrankreich hatte sich zuvor für die Schlagzeile "Alerte jaune" (gelber Alarm) auf ihrem Titelblatt entschuldigt, die sie über das Foto einer Chinesin mit Maske legte.

Hundertfach wurde auf Twitter zudem die Falschmeldung geteilt, die Pariser Verwaltung habe das chinesische Viertel im Südosten der Stadt unter Quarantäne gestellt, wie sie für Wuhan verordnet wurde.

Gesundheitsminister Jens Spahn sagte im ZDF, Hunderte Deutsche wollten raus aus Wuhan:

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3 min
Datum:

Online-Petition in Malaysia: Einreiseverbot für Chinesen

Diskriminierende Töne aus Malaysia: Eine Online-Petition sammelte bis Mittwoch mehr als 400.000 Unterstützer. Darin wird ein Einreiseverbot für Chinesen gefordert. Das Virus habe sich in der Welt durch eine "unhygienische Lebensweise" verbreitet, heißt es in der Petition mit Blick auf die chinesische Bevölkerung. In Malaysia gibt es laut der Zeitung "Straits Times" (Singapur) sieben bestätigte Fälle.

Hunderttausende Südkoreaner schlossen sich im Internet wegen der neuartigen Lungenkrankheit einer Petition für das vorläufige Verbot von Besuchern aus China an. Die noch vergleichsweise neutral formulierte Petition wurde in der vergangenen Woche auf die Website des Präsidialamts in Seoul gestellt. Bis zum Mittwoch gab es mehr als 578.000 Zustimmungen. Bisher sind vier Infektionsfälle in Südkorea gemeldet.

Quelle wird in Wuhan vermutet

Es wird vermutet, dass das Virus seinen Ausgang auf einem Markt in der zentralchinesischen Elf-Millionen-Metropole Wuhan hatte, wo Wildtiere zum Verzehr verkauft wurden. Nach Einschätzung von Experten verläuft die Lungenkrankheit offenbar in den meisten Fällen mild, zum Teil sogar ohne Symptome.

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von Meike Hickmann
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