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Gavi - Impfallianz: Merkel sagt 600 Millionen Euro zu

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Bundeskanzlerin Merkel sagte der Impfallianz Gavi 600 Millionen Euro zu. Wie die Organisation arbeitet und was sie erreicht hat.

Bei einer Geberkonferenz sind heute 7,8 Milliarden zusammengekommen – Deutschland beteiligt sich mit 600 Millionen Euro.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat der Internationalen Impfallianz Gavi einen Beitrag von 600 Millionen Euro zugesagt. Darüber hinaus werde Deutschland 100 Millionen Euro zur Eindämmung der Corona-Pandemie im Rahmen der EU-Initiative an Gavi geben, sagte Merkel bei der virtuellen Geberkonferenz für den Zeitraum 2021 bis 2025.

Gavi ruft die Weltgemeinschaft zum wiederholten Mal mit einer Finanzierungskonferenz zur Unterstützung auf.

Was ist Gavi?

Gavi ist eine im Jahr 2000 gegründete öffentlich-private Partnerschaft mit Sitz in Genf, die weltweit Impfprogramme finanziert und mitorganisiert. Selbsterklärtes Ziel ist es, allen Kindern einen gleichberechtigten Zugang zu Impfungen zu ermöglichen.

Eine entscheidende Rolle wird Gavi bei der Suche und Verteilung eines möglichen Impfstoffes gegen Sars-CoV-2 im Kampf gegen die Corona-Pandemie zugesprochen. Hierzu gab es Anfang Mai bereits eine Geberkonferenz der EU, bei der bislang 9,8 Milliarden Euro zugesagt wurden.

Wie arbeitet die Allianz?

Die Allianz versucht, durch Partnerschaften mit Herstellern und Forschungseinrichtungen

  • die Kosten für Impfstoffe in Entwicklungsländern niedrig zu halten,
  • die Verfügbarkeit zu erhöhen und
  • Impfkampagnen zu unterstützen.

Wie gefährlich sind fehlende Impfungen?

Die weltweite Kindersterblichkeit ist in den vergangenen 30 Jahren stark zurückgegangen, aber weiterhin starben im Jahr 2018 nach UN-Angaben etwa 6,2 Millionen Kinder unter 15 Jahren aus meist vermeidbaren Gründen; 5,3 Millionen Kinder waren unter fünf Jahren alt.

Bei etwa 1,5 Millionen der Todesfälle hätte eine Impfung die Krankheit verhindern können.

Was hat Gavi bislang erreicht?

Rund 760 Millionen Kinder wurden durch die Arbeit der Allianz geimpft, und damit wurden laut Gavi etwa 13 Millionen Todesfälle verhindert. Bis 2025 sollen weitere 300 Millionen Kinder geimpft werden. Insgesamt ist Gavi bei etwa der Hälfte aller Impfungen für Kinder weltweit beteiligt.

Wer steckt hinter Gavi?

Gründungspartner sind die WHO, das UN-Kinderhilfswerk Unicef, die Weltbank und die Bill & Melina Gates-Stiftung. Darüber hinaus arbeiten Geberstaaten, Entwicklungsländer, Forschungsinstitute, Impfstoffhersteller und Nichtregierungsorganisationen mit der Allianz zusammen.

Haupttreiber waren und sind der Microsoft-Gründer Bill und seine Frau Melinda Gates.

Wie viel Geld benötigt Gavi?

Gavi ruft in regelmäßigen Abständen zu finanzieller Unterstützung auf. Für den Zeitraum 2021 bis 2025 braucht Gavi nach eigenen Angaben mindestens 7,4 Milliarden US-Dollar, umgerechnet etwa 6,6 Milliarden Euro.

Grundsätzlich tragen alle Länder, die von Gavi profitieren, auch finanziell zu Gavi bei. Spannend bleibt, wie viel die USA in diesem Jahr geben werden, nachdem sie jüngst die Partnerschaft mit der WHO aufgekündigt haben.

Gibt es Kritik an Gavi?

Kritiker sehen bei Gavi eine zu große Nähe zu Pharmakonzernen, und auch die Dominanz von Bill und Melinda Gates ist immer wieder Grund für kritische Blicke.

Vor einem Liniendiagramm steht der Großbuchstabe R. Im Hintergrund sind zwei große, gezeichnete Viren zu sehen.

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