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Warnung vor Öffnungs-"Wettbewerb"

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Kitas und Schulen - Warnung vor Öffnungs-"Wettbewerb"

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Die Debatte über mehr Tempo bei der Rückkehr zum Schul- und Kita-Regelbetrieb hatte zuletzt weiter Fahrt aufgenommen. Nun warnt die Bildungsministerin vor zu viel Druck.

Abgesperrter Bereich in einer Kita. Archivbild
Abgesperrter Bereich in einer Kita. Archivbild
Quelle: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat vor einem "Überbietungswettbewerb" bei Rufen nach der Wiedereröffnung von Schulen und Kitas gewarnt. "Wir alle wünschen uns, dass Kitas und Schulen möglichst rasch wieder vollständig öffnen können", sagte die CDU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

"Ich warne allerdings vor einem Überbietungswettbewerb entsprechender Forderungen." Die Menschen wollten vor allem Verlässlichkeit, und der Gesundheitsschutz müsse weiter an erster Stelle stehen, führte Karliczek aus. Auf dieser Basis träfen die Bundesländer ihre Entscheidungen.

Giffey regt rasche Öffnung von Schulen und Kitas an

Die Debatte über mehr Tempo bei der Rückkehr zum Schul- und Kita-Regelbetrieb hatte zuletzt weiter Fahrt aufgenommen. Mehrere Medizinerverbände hatten trotz Corona-Pandemie dafür plädiert, Schulen und Kitas umgehend wieder zu öffnen. Das Übertragungsrisiko durch Kinder scheine gering, hieß es.

Auch Familienministerin Franziska Giffey (SPD) regte deshalb eine rasche, flächendeckende Öffnung der Schulen und Kitas an. "Aus Sicht des Kinderwohls wäre es das Beste, wenn alle Kinder so schnell wie möglich wieder wie gewohnt in ihre Kitas und Schulen gehen könnten", sagte sie dem "Tagesspiegel".

Gerade für Kinder aus sozial schwierigen Verhältnissen sei es problematisch, so lange ohne professionelle Betreuung auskommen zu müssen. Dennoch müsse eine Öffnung vor dem Hintergrund der Infektion gut abgewogen werden.

Symbolbild Kindesmissbrauch

Sorgentelefone in Corona-Zeiten -
Hilferufe aus dem Kinderzimmer
 

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von Michael Kniess

Laschet: Kitas ab 8. Juni wieder geöffnet

Über das Tempo der Wiederöffnung entscheiden die Bundesländer selbst - so sind in Sachsen Grundschulen und Kindergärten für alle seit Wochenbeginn wieder geöffnet. In Bayern sollen nur schrittweise mehr Kinder zurück in Kindergärten und Krippen.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet warb für den in seinem Bundesland geplanten Start eines eingeschränkten Regelbetriebs in den Kitas. "Und wenn man sieht, dass inzwischen in Bayern Biergärten geöffnet haben, dann finde ich, haben auch die Kinder wieder Betreuung verdient", so der CDU-Politiker in der Sendung "ARD Extra".

Er habe immer dafür plädiert, abzuwägen, "welche Schäden richten wir auch an, wenn Kinder jetzt seit über acht Wochen nicht mehr in den Kitas waren". In Nordrhein-Westfalen sollen alle Kinder ab dem 8. Juni wieder in ihre Kitas und die Tagespflege zurückkehren können, aber mit einem reduzierten Umfang der Betreuung.

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