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Ministerin Giffey und Eltern - "Es wird noch Geduld nötig sein"

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Zwischen Homeoffice, Homeschooling und Kleinkindbetreuung sorgen sich viele Eltern, wie es weitergeht. Familienministerin Giffey zeigt Verständnis - kann aber auch nur vertrösten.

Giffey (r., SPD) besucht eine Kita in Leverkusen. Archivbild
Viel Verständnis für die Eltern - aber mehr auch nicht: Franziska Giffey (r., SPD) beim Besuch einer Kita in Leverkusen (Archivbild).
Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa

Gut zwanzig Minuten nimmt sich die Familienministerin an diesem Nachmittag Zeit. Videokonferenz mit "Eltern in der Krise", einer lockeren Initiative von Eltern, die ihre Interessen in dieser Corona-Krise vertreten wollen. Der Mitschnitt der Videokonferenz zwischen Franziska Giffey (SPD) und sechs Vertreterinnen der Initiative liegt ZDFheute exklusiv vor.

"Es wird noch Geduld nötig sein"

Man sieht und hört eine Familienministerin, die viel Verständnis für die Sorgen der Eltern äußert. Die sich kämpferisch gibt. Die aber in vielen Fällen auch nicht mehr machen kann als zu vertrösten. Auf irgendwann.

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So verweist Giffey auf den Beschluss, dass die Notbetreuung in den Kitas nun ausgeweitet werden soll. Einen konkreten Termin, wann die nächsten Schritte in Richtung Kita-Öffnung gegangen werden, kann auch sie nicht nennen – wie schon gestern Kanzlerin Merkel. Die dazu bloß sagte: "Das dauert."

Bei Giffey klingt das in dem Gespräch von heute so:

Es wird noch Geduld nötig sein.
Familienministerin Giffey

Ein Tipp: Mit den Trägern vor Ort sprechen

Was aber sollen Eltern tun, die den Spagat zwischen Beruf und Kinderbetreuung nicht mehr hinkriegen, wird Giffey gefragt.

Ihre Antwort verrät viel – über ihre eigene Machtlosigkeit. Sie könne nur empfehlen, sagt Giffey, das Gespräch mit den Trägern vor Ort zu suchen. Und die eigene Lage zu schildern. "Wir hören, dass oft auch Wege gefunden werden – im Einzelfall", sagt Giffey.

Was passieren würde, wenn nun alle Eltern solche Gespräche suchen, verrät Giffey nicht.

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Die Elternvertreter fragen auch nach dem Risiko von Kita-Öffnungen. Noch immer kommen dazu ja widersprüchliche Angaben aus der Wissenschaft. Giffey berichtet von einer Studie, die man dazu mit dem Robert-Koch-Institut und dem Deutschen Jugendinstitut gemeinsam plane. "Das wird in den nächsten Tagen losgehen."

Dafür, so Giffey, werde man zusammen mit den Ländern auch eigene Tests in den Kitas vor Ort durchführen. Und könne so hoffentlich bald verlässlichere Aussagen über die Verbreitung des Virus durch Kita-Kinder machen.

Ministerin: Notwendig hier zusammen zu arbeiten

Und schließlich ist da eine Familienministerin, die aktiv nach Verbündeten sucht: "Was Sie wollen, deckt sich mit dem, was wir hier wollen", sagt Giffey. Es gehe darum, das Thema vom Rand in den Mittelpunkt zu stellen – und: "Es ist notwendig, dass wir da zusammenarbeiten."

Es ist ein Anliegen, mit dem sie bei den Eltern offene Türen einrennt. Ein gutes Gespräch, sagen die nachher zu ZDFheute. Und fragen sich: Wann ihnen nicht nur die Familienministerin zuhört – sondern auch die, die eine Ebene darüber zu entscheiden haben. Karline Wenzel, Mitgründerin der Initative:

Familien dürfen nicht weniger Wert sein als die Bundesliga.
Karline Wenzel, Mitgründerin "Eltern in der Krise"

Florian Neuhann ist Korrespondent im Hauptstadtstudio des ZDF in Berlin.

Dem Autor können Sie unter @fneuhann auf Twitter folgen.

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