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Rückendeckung für Weltgesundheitsorganisation

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Kritik an US-Präsident Trump - Rückendeckung für Weltgesundheitsorganisation

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US-Präsident Trump hat entschieden, die Zusammenarbeit mit der WHO zu kündigen - und erntet international Kritik.

Das Logo der WHO. Archivbild
Die USA ziehen sich aus der Weltgesundheitsorganisation zurück. Das hat Folgen für deren Kampf gegen die Corona-Pandemie.
Quelle: Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa

EU-Kommissions-Chefin Ursula von der Leyen hat Donald Trump aufgefordert, den Bruch mit Weltgesundheitsorganisation WHO zu überdenken. Im Kampf gegen das Corona-Virus helfe nur globale Zusammenarbeit und Solidarität, erklärte von der Leyen am Samstag gemeinsam mit dem EU-Außenbeauftragten Josep Borrell.

"Die WHO muss weiter in der Lage sein, die internationale Reaktion auf jetzige und künftige Pandemien anzuführen", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Dafür nötig sei die Teilnahme und Unterstützung aller.

"Alles, was internationale Ergebnisse schwächt, muss vermieden werden. In diesem Kontext drängen wir die USA, ihre angekündigte Entscheidung zu überdenken."

US-Präsident Trump hat die Zusammenarbeit mit der WHO beendet. Er wirft der Organisation vor, unter der Kontrolle der chinesischen Regierung zu stehen.

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Ausstieg ist "falsches Signal"

Auch aus Deutschland erhält die WHO Rückendeckung: Angesichts der Corona-Pandemie, so Außenminister Heiko Maas, brauche man "weltweite Kooperation statt nationaler Alleingänge", sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Maas sprach von einem "falschen Signal zur falschen Zeit". Die Corona-Krise greife auf immer neue Länder über. "Wir können nicht mitten in der Sturmflut den Deich einreißen und einen neuen bauen."

Reformen erforderlich

Über Reformen in der WHO könne man "zum geeigneten Zeitpunkt" reden, so Maas. "Wir brauchen eine geeinte und solidarische Antwort aller Staaten und der Vereinten Nationen, mit einer starken WHO im Zentrum," fügt er hinzu.

US-Präsident Trump beschuldigt die WHO für ihre Versäumnisse in der Corona-Krise und will deren Finanzierung abstellen. Wie gerechtfertigt ist das?

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) twitterte, das von Trump beschlossene Ausscheiden der USA aus der WHO sei ein "enttäuschender Rückschlag für die internationale Gesundheitspolitik".

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Zugleich räumte auch Spahn Reformbedarf bei der WHO ein. "Damit die WHO eine Zukunft hat, braucht sie Reformen", schrieb der Minister. Außerdem müsse sich Europa "stärker engagieren, auch finanziell". Dies wolle er zu einer der Prioritäten seines Ministeriums während Deutschlands EU-Ratspräsidentschaft machen, die am 1. Juli beginnt. Deutschland trug im vergangenen Finanzjahr mit 5,2 Prozent zum WHO-Budget bei.

"Kein Kommentar" von der WHO

US-Präsident Donald Trump hatte die Zusammenarbeit mit der WHO nach verschiedenen Drohungen am Freitag aufgekündigt, noch vor Ablauf eines 30-tägigen Ultimatums, das er der Organisation im April gestellt hatte.

Die USA stoppen mitten in der Corona-Krise ihre Beitragszahlungen an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Trump warf der WHO vor, "viele falsche Informationen" zu den Übertragungswegen und der Sterblichkeit durch das Virus verbreitet zu haben.

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Begründet wird dies von der US-Regierung insbesondere damit, dass die UN-Organisation in der Corona-Krise unter dem Einfluss Chinas stehe.

Die WHO äußerte sich heute nicht zu Trumps Entscheidung. «Wir haben im Moment keinen Kommentar dazu», sagte ein Sprecher am Samstag.

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