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Scheele: Kurzarbeit an Weiterbildung koppeln

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Bundesagentur-Chef - Scheele: Kurzarbeit an Weiterbildung koppeln

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BA-Chef Scheele setzt sich für eine Bindung des Kurzarbeitergeldes an Weiterbildungsmaßnahmen ein. Zudem fordert er eine Verlängerung der Bezugszeit auf 24 Monate.

BA-Chef Detlef Scheele bei einer Pressekonferenz in Berlin.
BA-Chef Detlef Scheele.
Quelle: dpa

Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, befürwortet eine Bindung des Kurzarbeitergeldes an Maßnahmen zur Weiterbildung.

Kurzarbeitergeld: Keine dauerhafte Lösung

Der "Rheinischen Post" sagte Scheele:

Kurzarbeitergeld kann nicht das Mittel der Wahl sein, um dauerhaft strukturelle Probleme zu lösen, die sich mit der Corona-Krise überlappen, etwa in der Autoindustrie.
Detlef Scheele

Vielmehr gehe es um "notwendige Transformationen". "Es ist daher klug, das Kurzarbeitergeld mit Qualifizierung zu koppeln, wo es sinnvoll ist", sagte Scheele der Zeitung.

Arbeiten in der Corona-Krise

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Keine Einmischung in die Weiterbildung

Die Übernahme der Sozialbeiträge durch die BA könne dafür ein Anreiz sein. In die Weiterbildung einmischen wolle sich die Agentur indes nicht.

"Was für eine Qualifizierung die Kurzarbeitenden wann und wo machen sollen, das müssen die Sozialpartner und die Arbeitgeber selbst entscheiden", betonte Scheele.

Unternehmen brauchen Planungssicherheit

Der BA-Chef begrüßt auch eine mögliche Verlängerung der Bezugszeit für Kurzarbeitergeld auf 24 Monate. Denn die Unternehmen bräuchten Planungssicherheit:

Wir werden nicht am Jahresende mit der Corona-Krise und deren Auswirkungen am Arbeitsmarkt durch sein.
Detlef Scheele

Beim Koalitionsausschuss am 25. August wollen die Spitzen der großen Koalition voraussichtlich auch über eine Verlängerung der Höchstbezugsdauer des Kurzarbeitergeldes beraten - von zwölf auf 24 Monate.

DGB fordert weitere Verbesserungen

Im Gespräch ist, damit Qualifizierung der Beschäftigten zu verbinden. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) drängt indes auf weitere Verbesserungen beim Kurzarbeitergeld.

DGB-Vorstand Anja Piel sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Der Gesetzgeber muss hier nachlegen. Denn ein Ende der Corona-Krise ist nicht abzusehen".

Gesetzliche Aufstockung verlängern

Es reiche nicht aus, die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes zu verlängern. "Auch die gesetzliche Aufstockung ist weiterhin wichtig", meint Piel. Diese Regelung soll ihrer Ansicht nach bis Ende 2022 verlängert werden.

Die Bundesregierung hatte in der Corona-Krise beschlossen, das Kurzarbeitergeld aufzustocken und nicht mehr nur 60 Prozent des Netto-Ausfalls zu ersetzen, sondern bis zu 80 Prozent, für Eltern bis zu 87 Prozent.

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