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Reaktion auf Corona-Ausbruch - Beschränkungen in Gütersloh wieder in Kraft

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Ministerpräsident Laschet hat nach dem Corona-Ausbruch in einer Fleischfabrik im nordrhein-westfälischen Landkreis Gütersloh Beschränkungen wieder in Kraft gesetzt.

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies schränken die Behörden das öffentliche Leben im Kreis Gütersloh nun doch massiv ein. Erstmals in Deutschland werde ein Kreis wegen des Corona-Infektionsgeschehens wieder auf die Schutzmaßnahmen zurückgeführt, die noch vor einigen Wochen gegolten hätten, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag in Düsseldorf.

Im Kreis Gütersloh handele es sich um das bisher "größte Infektionsgeschehen" in NRW und in Deutschland.

Was das für den Landkreis Gütersloh bedeutet

  • Kontaktbeschränkungen werden wieder eingeführt.
  • Sport in geschlossenen Räumen ist verboten.
  • Kulturveranstaltungen sind verboten.
  • Fitnessstudios müssen wieder schließen.
  • Kinos und Bars müssen wieder schließen.
  • Kitas und Schulen bleiben geschlossen.

Hundertschaften sollen Quarantäne von Tönnies-Mitarbeitern kontrollieren

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat zudem drei Einsatzhundertschaften der Polizei in den Kreis Gütersloh geschickt. Die Polizisten sollen die Quarantäne der mehr als 6.000 Mitarbeiter von Tönnies kontrollieren, so Laschet.

Die Polizei werde die mobilen Testteams begleiten. Zur Not müssten die Behörden auch mit Zwang die Anordnungen durchsetzen. Es werde auch zusätzliche humanitäre Maßnahmen zur Unterstützung der Betroffenen geben.

Zentrum des Corona-Ausbruchs in der Fleischzerteilung

Laut Laschet liegt das Zentrum des Corona-Ausbruchs bei Tönnies in der Fleischzerteilung. In dieser Abteilung gebe es die meisten Infizierten, sagte der Ministerpräsident.

Bei Nicht-Mitarbeitern von Tönnies im Kreis Gütersloh habe man nur 24 Infizierte, so Laschet.

Geschlachtete Schweine hängen im Kühlhaus des Fleischunternehmens Tönnies, Rheda-Wiedenbrück, 27.09.2017.

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