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Risiko Zweite Welle - Lauterbach warnt vor Großveranstaltungen

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SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach plädiert für einen Normalbetrieb in deutschen Krankenhäusern. Vor Großveranstaltungen warnt er, vor allem in Hinblick auf eine zweite Welle.

Der Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, SPD, sieht in Großveranstaltungen während der Corona-Pandemie derzeit einen Risikofaktor, da sich das Virus dort "sehr schnell wieder ausbreiten kann".

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Auch wenn die meisten Veranstaltungen bisher gut gegangen seien, könnte es im Herbst schon ganz anders aussehen – so die Mahnung von SPD-Politiker Lauterbach. Viel wichtiger ist in seinen Augen ein Wiederhochfahren des Krankenhausbetriebs.

Keine notwendigen OPs verschieben

Laut Karl Lauterbach kann und sollte man wieder ins Krankenhaus gehen. Das Risiko, sich dort zu infizieren sei extrem gering. Es gebe keinen Grund mehr, notwendige Eingriffe zu verschieben – diese Botschaft müsse jetzt auch ganz klar an die Bevölkerung kommuniziert werden.

Dennoch seien die bisherigen Einschränkungen im Gesundheitswesen verhältnismäßig gewesen:

Es ist zwar richtig, dass es auch Opfer der Pandemie-Bekämpfung gegeben hat, aber das steht in keinem Verhältnis zu dem, was passiert wäre, wenn wir nicht erfolgreich die erste große Welle in Deutschland zurückgedrängt hätten.
Karl Lauterbach, SPD-Gesundheitsexperte

Das Innklinikum in Mühldorf hatte zu Beginn der Corona-Krise den Betrieb ganz auf die Behandlung von Covid-19-Patienten umgestellt. Jetzt kehrt die Klinik in den Alltagsmodus zurück, unter schwersten finanziellen Bedingungen.

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2 min
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Großveranstaltungen bleiben großes Risiko

Sachsen will Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern schon ab September wieder erlauben. Diese Lockerungen sieht der SPD-Gesundheitspolitiker skeptisch: Falls eine zweite Welle kommt, bergen solche Events die Gefahr, dass sich "das Virus wieder sehr schnell ausbreiten würde".

Man könne zwar nie wissen, wie stark und rasant Infektionen durch Menschenansammlungen zunehmen, aber nur weil es bisher zu keiner zweiten Welle kam, sei die Gefahr nicht gebannt:

Unser Glück war, dass wir durch die erste Pandemiebekämpfungswelle die Zahl der neuen Fälle so stark runter gebracht haben, dass auch unsichere Veranstaltungen gut gegangen sind. Wie lange das so bleibt, weiß niemand von uns.
Karl Lauterbach, SPD-Gesundheitsexperte

Das gelte auch für Demonstrationen, ganz gleich welche Motivation dahintersteht: "Tatsächlich waren die Anti-Rassismus-Veranstaltungen gefährlich, aber weil es sehr wenige Infizierte gab, ist es gut gegangen, aber das kann im Herbst schon anders aussehen."

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