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Leopoldina zu Coronavirus-Krise - Schulen so bald wie möglich wieder öffnen

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Die Nationale Akademie der Wissenschaften empfiehlt, unter bestimmten Voraussetzungen so bald wie möglich zuerst Grundschulen und die Sekundarstufe I schrittweise wieder zu öffnen.

Ein leeres Klassenzimmer, aufgenommen am 13.03.2020 in München
Empfehlung der Leopoldina: Schulen sollen bald wieder öffnen.
Quelle: dpa

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt, unter bestimmten Voraussetzungen so bald wie möglich zuerst Grundschulen und die Sekundarstufe I schrittweise wieder zu öffnen.

Zur Sekundarstufe 1 gehören etwa Hauptschulen, Realschulen, Gesamtschulen bis Klasse 10 sowie Gymnasien bis einschließlich der Klassen 9 beziehungsweise 10.

Die Möglichkeiten des Fernunterrichts "können mit zunehmendem Alter besser genutzt werden", so die Forscher. "Deshalb ist zu empfehlen, dass eine Rückkehr zum gewohnten Unterricht in höheren Stufen des Bildungssystems später erfolgen sollte." Der Betrieb von Kitas sollte "nur sehr eingeschränkt wiederaufgenommen werden".

In der am Montag veröffentlichten Stellungnahme der Wissenschaftler heißt es unter anderem zu den Voraussetzungen, die Infektionen müssten auf niedrigem Niveau stabilisiert und die bekannten Hygieneregeln eingehalten werden.

Noch messen Meinungsforscher breite Zustimmung zu Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen – doch die erzwungene Einsamkeit wird zunehmend belastender. Vielen würde allein die Perspektive gut tun, dass dieser Lockdown irgendwann ein Ende hat.

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Zudem sprechen sich die Experten für eine Maskenpflicht etwa in Bussen und Bahnen aus.

Weitere Teile des öffentlichen Lebens sollen schrittweise unter bestimmten Voraussetzungen wieder normalisiert werden können. Zunächst könnten etwa der Einzelhandel, das Gastgewerbe und Behörden öffnen.

Auch Sportveranstaltungen könnten wieder stattfinden

Aber auch private und dienstliche Reisen sowie gesellschaftliche, kulturelle und sportliche Veranstaltungen könnten wieder stattfinden. Hierfür müssten jedoch zunächst auch "notwendige klinische Reservekapazitäten aufgebaut" und auch andere Patienten wieder regulär aufgenommen werden.

In den Empfehlungen heißt es unter dem Punkt "Wirtschafts- und Finanzpolitik zur Stabilisierung nutzen", staatliche Beteiligungen sollten nur im äußersten Notfall zur Stabilisierung von Unternehmen eingesetzt werden. Mit dem Auslaufen der jetzigen gesundheitspolitischen Maßnahmen würden mittelfristig weitere expansive fiskalpolitische Impulse notwendig sein.

"Warum soll nicht der kleine Einzelhandel wieder anspringen können, wenn Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden", sagt Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet über mögliche Lockerungen der Einschränkungen in der Corona-Krise.

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Auf der Einnahmenseite könnten dies Steuererleichterungen sein, das Vorziehen der Teilentlastung beim Solidaritätszuschlag oder seine vollständige Abschaffung. Auf der Ausgabenseite seien zusätzliche Mittel für öffentliche Investitionen, etwa im Gesundheitswesen, der digitalen Infrastruktur und im Klimaschutz wichtig.

Europäisch-solidarisches Handeln erforderlich

Das Coronavirus erfordere in höchstem Maße ein europäisch-solidarisches Handeln. Die Experten rufen zudem dazu auf, an der marktwirtschaftlichen Wirtschaftsordnung festzuhalten. So sei an der Schuldenbremse im Rahmen ihrer derzeit geltenden Regeln festzuhalten.

Dies erlaube gerade in so besonderen Zeiten wie der Corona-Krise eine deutlich höhere Verschuldung, verlange aber bei der Rückkehr zur Normalität wieder deren Rückführung.

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Allgemein heißt es in diesem Zusammenhang, die in der Krise getroffenen wirtschaftspolitischen Maßnahmen müssten so bald wie möglich zugunsten eines nachhaltigen Wirtschaftens im Rahmen einer freiheitlichen Marktordnung rückgeführt oder angepasst werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte die Studie der Leopoldina als "sehr wichtig" für das weitere Vorgehen bezeichnet.

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