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Verschiedene Ansätze zum Ausstieg

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Vor Corona-Kabinett - Verschiedene Ansätze zum Ausstieg

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Bund und Länder beraten am Mittwoch über einen schrittweisen Ausstieg aus den harten Corona-Beschränkungen. Umfragen zufolge fürchten die Bürger zu schnelle Lockerungen.

In der Corona-Krise stehen diese Woche erste Entscheidungen über eine Lockerung der strengen Regeln an. Am Mittwoch berät Kanzlerin Merkel darüber mit den Ministerpräsidenten der Länder.

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Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will an diesem Mittwoch (15. April) mit den Ministerpräsidenten in einer Schaltkonferenz die Lage in der Corona-Krise nach den Ostertagen bewerten. Sie hatte sich kürzlich für ein vorsichtiges Vorgehen ausgesprochen. Zunächst war offen, ob dabei bereits weitreichende Entscheidungen getroffen werden.

Vor der Schalte mit den Ministerpräsidenten tagt am Mittwoch (9.30 Uhr) erneut das Corona-Krisenkabinett.

Die Akzeptanz der Einschränkungen ist in der Bevölkerung laut verschiedenen Umfrage nach wie vor groß. Die Mehrheit der Deutschen ist gegen eine Lockerung des Kontaktverbots und für eine vorsichtige Rücknahme der Maßnahmen.

AKK fordert "gemeinsame Regelungen" der Länder

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer pocht auf ein möglichst einheitliches Vorgehen bei einem schrittweisen Ausstieg aus den harten Corona-Beschränkungen.

Es ist wichtig, dass wir möglichst einheitliche Regelungen haben. Alles andere wirft zusätzliche Fragen auf.
Annegret Kramp-Karrenbauer

Es gebe auch innerhalb der Ministerpräsidentenkonferenz die feste Vereinbarung, gemeinsam mit der Bundesregierung ein gutes Gesamtpaket vorstellen zu können, mit dem man möglicherweise - das hängt von der Entwicklung der Zahlen über Ostern ab - erste Schritte gehen könne.

Kramp-Karrenbauer sagte, entscheidend für das weitere Vorgehen werde vor allem die Frage sein: "Wirken die Maßnahmen nachhaltig, die wir jetzt ergriffen haben" und seien überhaupt erste Schritte der Lockerung möglich?

Noch messen Meinungsforscher breite Zustimmung zu Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen – doch die erzwungene Einsamkeit wird zunehmend belastender. Vielen würde allein die Perspektive gut tun, dass dieser Lockdown irgendwann ein Ende hat.

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Sie kritisierte, in einem Bundesland seien Baumärkte geöffnet gewesen, in einem angrenzenden Land aber geschlossen. "Da wundert es nicht, dass es sofort einen regen Reiseverkehr dorthin gibt", sagte sie.

Alle Ministerpräsidenten hätten bei der jüngsten Schalte mit Merkel sehr deutlich gemacht, dass sie diese Frage gut miteinander koordinieren wollten. "Da gehe ich davon aus, dass wir auch zu einheitlichen Regelungen kommen können."

Magdeburg am Domplatz

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von Lukas Petry

Laschet: Lage des Gesundheitssystems berücksichtigen

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte am Sonntag gesagt: "Die Bereitschaft zum Verzicht braucht auch eine Aussicht auf Normalisierung. Wir benötigen einen Fahrplan, der uns den Weg in eine verantwortungsvolle Normalität zeigt."

In einem Papier einer von der nordrhein-westfälischen Landesregierung eingesetzten Expertengruppe waren zuvor Maßstäbe und Vorschläge zur Lockerung der Corona-Einschränkungen genannt worden.

"Warum soll nicht der kleine Einzelhandel wieder anspringen können, wenn Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden", sagt Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet über mögliche Lockerungen der Einschränkungen in der Corona-Krise.

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Eine Rückkehr zur Normalität könne schrittweise forciert werden, wenn klar sei, dass das Gesundheitssystem absehbar nicht überfordert sei und die Voraussetzungen für ein besseres Monitoring der Krise vorlägen.

Laschet sagte am Sonntagabend im ZDF-"heute journal", die Expertenvorschläge seien eine Grundlage für die Beratungen am Mittwoch.

Leopoldina: "Öffentliches Leben unter Bedingungen normalisieren"

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt, unter bestimmten Voraussetzungen so bald wie möglich zuerst Grundschulen und die Sekundarstufe I schrittweise zu öffnen. Die Infektionen müssten auf niedrigem Niveau stabilisiert und die bekannten Hygieneregeln eingehalten werden.

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Zudem sprechen sich die Experten für eine Masken-Pflicht etwa in Bussen und Bahnen aus.

Auch viele weitere Teile des öffentlichen Lebens sollen schrittweise unter bestimmten Voraussetzungen wieder normalisiert werden können. Zunächst könnten etwa der Einzelhandel, das Gastgewerbe und Behörden öffnen. Aber auch private und dienstliche Reisen sowie gesellschaftliche, kulturelle und sportliche Veranstaltungen könnten wieder stattfinden.

Virolge Fickenscher: "Exitdebatte ständig führen"

Für eine Entwarnung gibt es nach Überzeugung des Kieler Virologen Prof. Helmut Fickenscher bisher allerdings keinen Grund. "Würde man die Schutzmaßnahmen aufheben, hätten wir höchstwahrscheinlich in kurzer Zeit volle Krankenhäuser", sagte Fickenscher. Dann könnten wegen Überlastung nicht einmal mehr simple Unfälle angemessen behandelt werden.

"Die Bremsung muss aufrechterhalten werden", sagte Fickenscher, der auch Präsident der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten (DVV) ist. Dass die Zahl der Infektionen nicht mehr so stark steigt, sei schlicht die Folge der strengen Schutzmaßnahmen.

Die Entwicklungen in New York und in Großbritannien führen uns ja vor Augen, wie extrem schwer etwas wieder eingefangen werden kann, wenn es außer Kontrolle geraten ist.
Prof. Helmut Fickenscher

Eine Diskussion über Anpassungen in kleinen Schritten sei jetzt ganz wesentlich, sagte Fickenscher. "Eine Exitdebatte muss ständig geführt werden, damit man die jeweiligen Argumente verstehen kann." Dabei spielten so viele Faktoren eine Rolle, dass man mit jeder Entscheidung auch aufs Glatteis geraten könne.

Viele schwere Fehler seien denkbar. "Wenn man jetzt zum Beispiel sofort alle Schulen wieder komplett öffnen würde, hielte ich das für einen großen Fehler", sagte Fickenscher. "Mit solchen Situationen bestehen ja noch keine Erfahrungswerte."

Ein Computermodell des Coronavirus

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Merkel und die Ministerpräsidenten hatten am 22. März zunächst für zwei Wochen umfassende Einschränkungen der Bewegungsfreiheit beschlossen und sie später bis zum 19. April verlängert.

Schon vorher waren Sport- und Kulturveranstaltungen mit Zuschauern verboten und die meisten Geschäfte - mit Ausnahme vor allem des Lebensmittelhandels - geschlossen worden.

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