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Außenminister Maas im ZDF - "Kein Sommerurlaub wie in der Vergangenheit"

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Die Grenzen zu vielen europäischen Ländern sind ab heute wieder offen. Wer jedoch auf Sommerferien wie in den vergangenen Jahren hofft, "wird sich wundern", so Heiko Maas im ZDF.

Alles normal ist laut Bundesaußenminister Maas (SPD) in diesen Sommerferien noch längst nicht. Im ZDF-Morgenmagazin erklärte er, man habe ja nicht die Reisewarnungen für die ganze Welt in Reisehinweise umgewandelt und wer reist, mache das immer auf eigene Gefahr. Er hoffe nicht, dass es zu einem "Ischgl 2" komme, aber ausschließen könne er das nicht.

"Wir haben viele Sicherheitsmaßnahmen ergriffen für den Fall der Fälle, wir sind überall in Europa besser vorbereitet. Aber jeder, der glaubt, er können einen Sommerurlaub erleben, wie er ihn aus der Vergangenheit kennt, der wird sich im Sommer wundern."

Keine erneute Rückholaktion für festsitzende Urlauber

Eine deutliche Absage erteilte Maas der Annahme, dass man als Reisender nach Ausbruch einer erneuten Corona-Welle auch dieses Mal aus Urlaubsstaaten nach Hause geflogen werde. "Natürlich werden wir für Länder, in denen es zu erhöhten Infektionen kommt, wo es Ausgangssperren gibt oder für die auch wieder Einreisesperren verhängt werden, über unsere Konsulate und Botschaften die Reisenden vor Ort unterstützen." Man werde aber keine eigenen Flüge mehr schicken.

Angesprochen auf die Rechnungen, die nun an die Urlauber versendet werden sollen, die im März und April in einer umfangreichen Rückholaktion von der Bundesregierung ausgeflogen wurden, sagte Maas: "Auch vor der Corona-Pandemie gab es Rückholaktionen, allerdings nicht in dem Umfang."

Es steht in dem Konsulargesetz drin, dass diejenigen, die zurückgebracht werden, an den Reisekosten beteiligt werden.
Außenminister Heiko Maas

Darauf werde man als Reisender hingewiesen und müssen etwas dazu unterschreiben, das sei alles sehr transparent, so der Außenminister.

Es habe auch Urlauber gegeben, die mit normalen, privaten Flügen nach Hause geflogen wären, denen habe die Regierung geholfen, Tickets bei einer Fluggesellschaft zu finden und die haben das Ticket bezahlen müssen. "Es kann ja nicht sein, dass diejenigen zahlen für ihre Rückreise, die mit einer Fluggeselllschaft geflogen sind und die, die einen Platz in einem Flieger haben, den die Bundesregierung gemietet hat, die kriegen es umsonst – das hat also auch was mit Gleichbehandlung zu tun."

Bilaterale Gespräche mit der Türkei

Mit Ländern wie der Türkei, die ein beliebtes Reiseziel der Deutschen sind, für die es jedoch weiterhin Reisewarnungen gibt, hofft Maas auf bilaterale Gespräche. "Da geht es darum, ob die Zahlen, die wir bekommen, belastbar sind, welche Maßnahmen ergriffen werden."

Es gebe Länder, da müssten Menschen in Zwangsquarantäne ins Krankenhaus und würden mit Medikamenten behandelt, die hier als nicht so sinnvoll betrachtet würden. "Das muss mit einbezogen werden in unsere Entscheidungen", so Maas. Er würde es jedoch nicht ausschließen, dass es weitere Länder gebe, bei denen man in den nächsten Wochen die Reisewarnungen aufheben und Reisehinweise aussprechen werde.

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