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Debatte über Reiselockerungen - Urlaub "mit Vorsicht" oder Urlaub "dahoam"?

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Sommersaison trotz Corona? Außenminister Maas hofft auf Grenzöffnungen in Europa ab Mitte Juni - doch für Spanien wäre dies zu früh. Bayern will dagegen "Urlaub daheim" fördern.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat mit seinen Kollegen aus beliebten Urlaubsländern der Deutschen beraten, wie die Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie nach und nach gelockert werden können. "Die Frage ist, wie wir es organisieren, dass der Urlaub sich wie Urlaub anfühlt", hatte Maas bereits am Vormittag im ZDF-Morgenmagazin gesagt.

Maas erwartet Aufhebung von Reisewarnung Mitte Juni

"Wir haben uns abgestimmt, wie wir zu einer schrittweisen, kontrollierten Freizügigkeit in Europa kommen können", sagte Maas nach einer Videokonferenz mit seinen Kollegen aus Bulgarien, Griechenland, Italien, Kroatien, Malta, Österreich, Portugal, Slowenien, Spanien und Zypern. "Wir wollen Voraussetzungen dafür schaffen, dass der Sommertourismus wieder möglich wird, aber nur unter verantwortbaren Umständen", so Maas. Dazu wollen sich die EU-Außenminister bei einem weiteren Treffen in zwei Wochen abstimmen.

Es sei aber noch zu früh zu sagen, in welchen Ländern am ehesten ein Sommerurlaub möglich sein werde. Ohnehin dürfe sich niemand der Illusion hingeben, dass es eine schnelle Rückkehr zu Reisen geben werde, wie es vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie üblich gewesen sei. Es werde überall Restriktionen geben - an den Stränden, in den Restaurants, in den Städten.

Der Urlaub wird dieses Jahr nicht so sein, wie der, den man aus der Vergangenheit kennt.
Heiko Maas, Bundesaußenminister

Die Hoffnung sei, dass man ab dem 15. Juni die derzeit geltende Reisewarnung durch Reisehinweise ersetzen könne, so Maas. So könnten die Bürgerinnen und Bürger selbst beurteilen, ob und wohin sie verreisen möchten. In Deutschland gilt bis zum 14. Juni eine weltweite Reisewarnung für Urlauber.

Söder will Anreize für "Urlaub daheim"

Die Pläne des Außenministers sieht der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wegen der Corona-Pandemie indes skeptisch: "Ich glaube nicht wie Heiko Maas, dass wir schon in einem Monat wieder in Italien, Spanien oder Frankreich sind", warnte er.

Wir bewegen uns da weiter auf dünnem Eis.
Markus Söder, bayerischer Ministerpräsident

Söder will stattdessen Hotels und Reisebüros in Deutschland mit finanziellen Anreizen für einen "Urlaub daheim" unter die Arme greifen. Er könne sich Urlaubsgutscheine oder eine steuerliche Absetzbarkeit von Ausgaben für einen Urlaub in Deutschland in diesem Jahr gut vorstellen, "am liebsten für Urlaub in Bayern", sagte der CSU-Chef vor einer Sitzung des Parteivorstands in München.

Die Tourismusbranche in Deutschland kann es kaum mehr erwarten: Sie wollen ihre Türen öffnen, wenn auch alles auf Abstand.

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Spanien dämpft Hoffnung auf baldige Grenzöffnung

Auch Spanien dämpfte Hoffnungen auf eine baldige Grenzöffnung für Touristen. "Ich hoffe, dass wir die touristischen Aktivitäten Ende Juni wieder aufnehmen können", sagte Verkehrsminister José Luis Ábalos. "Wir können nicht die Einreise von Ausländern erlauben, während wir die spanische Bevölkerung noch einer Ausgehsperre unterziehen", erklärte er.

Die Hoffnungen waren gewachsen, nachdem ein anderer Corona-Brennpunkt, Italien, die Grenzöffnung für Touristen ab dem 3. Juni angekündigt hatte.

Spanien hat zwar bereits mit einer schrittweisen und vorsichtigen Lockerung der Kontaktsperre begonnen. Die linke Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez will aber den seit Mitte März und noch bis zum 23. Mai geltenden Notstand um einen weiteren Monat bis Ende Juni verlängern.

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