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Nach Masseninfektion: Testzelt für Einwohner

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Corona-Ausbruch in Mamming - Nach Masseninfektion: Testzelt für Einwohner

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174 Erntehelfer wurden im bayerischen Mamming positiv getestet - die Einwohner sind beunruhigt. Die Landesregierung will Vertrauen schaffen und eine Corona-Teststation aufbauen.

Auf einem Gemüsebauernhof im bayerischen Mamming sind mehr als 170 Erntehelfer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Fast 500 Menschen stehen dort nun unter Quarantäne.

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Nach der Corona-Masseninfektion von 174 Erntehelfern auf einem Gemüsehof in Mamming will die Staatsregierung am Montag eine Covid-Teststation in der niederbayerischen Gemeinde aufbauen. Der örtlichen Bevölkerung werde die freiwillige Testung in einem mobilen Testzelt angeboten, sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).

Gerade in einer Situation wie dieser ist dies ein sehr wichtiges Angebot an die Bevölkerung.
Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml über die Teststation

Huml: "Sehr schnell und sehr konsequent gehandelt"

Am Wochenende hatte das Landratsamt Dingolfing-Landau bekannt gegeben, dass sich auf einem mittlerweile abgeriegelten großen Gemüsebauernhof in der 3.300-Einwohner-Gemeinde mehr als ein Drittel der dort arbeitenden Erntehelfer mit dem Corona-Erreger infiziert hatte. Ein Saisonarbeiter wird im Krankenhaus behandelt, einige weitere Infizierte weisen nach Ministeriumsangaben Symptome auf.

Corona-Tests an den Flughäfen für Reisende sind bisher freiwillig, auch in München. Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml hält verpflichtende Tests für "notwendig".

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"Man hat hier entschieden gehandelt, getestet und dann auch die Quarantäne über den gesamten Hof mit Bauzaun und Sicherheitsdienst verhängt", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml im ZDF-Morgenmagazin. "Es wurde hier sehr schnell und sehr konsequent gehandelt."

Ernte wurde auf behördliche Anordnung gestoppt

Die Helfer aus Ungarn, Rumänien, Bulgarien und der Ukraine waren bei der Gurkenernte eingesetzt. Nun sind sie untätig, denn die Ernte ist auf behördliche Anordnung gestoppt. Auf dem Hof war das vorgeschriebene Hygienekonzept nach Angaben von Landrat Werner Bumeder (CSU) nicht vollständig umgesetzt worden.

Die Sorge um eine zweite Infektionswelle ist groß. Reiserückkehrer aus Risikoländern können sich deshalb kostenlos testen lassen – eine Pflicht dazu besteht jedoch nicht.

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Grüne und SPD werfen der Regierung vor, die Kontrolle von Saisonarbeiter-Unterkünften vernachlässigt zu haben. Das Landratsamt hat einen Bauzaun um das Gelände errichtet, ein Sicherheitsdienst überwacht das Ausgehverbot, Lebensmittel werden angeliefert. Da die Erntehelfer wenig Kontakt zur ortsansässigen Bevölkerung hatten, geht das Landratsamt bisher davon aus, dass sich die Infektionen nicht über den Hof hinaus verbreitet haben.

Infektionsrate im Landkreis liegt über "Signalwert"

Abgesehen von Mamming ist die Corona-Infektionsrate im Landkreis Hof vergleichsweise hoch. Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz lag am Sonntag bei 37,8 Infizierten pro 100.000 Einwohner - höher als der "Signalwert" von 35 pro 100.000, den die Staatsregierung in ihrem Corona-Frühwarnsystem festgelegt hat.

"Wir beobachten jeden Anstieg des Infektionsgeschehens selbstverständlich mit großer Ernsthaftigkeit", sagte Huml dazu. "Die Behörden vor Ort leisten gute Arbeit, ermitteln die Infektionsketten und identifizieren Kontaktpersonen, für die umgehend Quarantäne angeordnet wird, und führen umfangreiche Testungen durch", sagte die oberfränkische CSU-Politikerin.

Zur aktuellen Lage will sich am Montag auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) äußern.

Erntehelfer arbeiten auf einem Feld.

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