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25 Milliarden für die Wirtschaft - Italien beschließt Corona-Hilfspaket

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Mit einem Corona-Hilfspaket in Höhe von 25 Milliarden Euro will Italien seine angeschlagene Wirtschaft wiederbeleben. Derweil verlängert Rom die Corona-Regeln bis zum 7. September.

Italiens Premierminister Giuseppe Conte während einer Pressekonferenz im Palazzo Chigi in Rom.
Italiens Regierungschef Conte appelliert an seine Landsleute, die Corona-Regeln weiter einzuhalten.
Quelle: claudio peri/epa-efe/shutterstock

Die durch die Corona-Krise geschwächte italienische Wirtschaft soll mit einem Konjunkturpaket im Umfang von 25 Milliarden Euro angekurbelt werden. Die Regierung in Rom beschloss ein Programm, das mehr als hundert Einzelmaßnahmen umfasst, darunter Steuererleichterungen.

Regierungschef Giuseppe Conte sagte:

Wir schützen Jobs, wir unterstützen Arbeitnehmer, wir reduzieren die Steuerlast, wir helfen den Regionen.
Giuseppe Conte, Ministerpräsident Italiens

Der Plan sieht größere Steuervorteile für die wirtschaftlich schwächeren Regionen im Süden des Landes vor. Dadurch solle die dortige Infrastruktur gestärkt werden, sagte Conte.

Nothilfe für bedürftige Familien

Die finanzielle Nothilfe für bedürftige Familien in Höhe von monatlich 400 bis 800 Euro soll nach den Plänen der Regierung verlängert werden. 500 Millionen Euro sind zur Vergütung von Überstunden von Angestellten im Bereich des Gesundheitswesens vorgesehen. Das Konjunkturpaket muss nun noch vom Parlament beschlossen werden.

Italien zählt zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern Europas. Fast 250.000 Menschen steckten sich dort mit dem neuartigen Virus an. Mehr als 35.000 Infizierte starben. Ein mehr als zweimonatiger Lockdown führte zu einem massiven Wirtschaftseinbruch.

Italien hofft auf Geld aus dem EU-Aufbaufonds

Laut EU-Prognosen wird das Bruttoinlandsprodukt in Italien dieses Jahr um 11,2 Prozent einbrechen. Die Regierung in Rom hofft so schnell wie möglich an Mittel aus dem beschlossenen EU-Aufbaufonds zu kommen, der Zuschüsse und günstige Kredite zur Verfügung stellen soll.

Laut dem Entwurf für ein entsprechendes Dekret sollen Teile der neuen Hilfen nur gewährt werden, wenn Unternehmen auf Entlassungen verzichten. 12,6 Millionen Italiener sind wegen der Wirtschaftskrise in einer Art Zwangsurlaub. Sie können nun weiter an Hilfen kommen.

Corona-Maßnahmen bis September verlängert

Derweil hat die italienische Regierung die Anti-Corona-Maßnahmen bis zum 7. September verlängert. Weiterhin vorgeschrieben sind demnach die Maskenpflicht in geschlossenen, öffentlichen Räumen und die Abstandsregeln. Auch größere Menschenansammlungen bleiben verboten.

Die Regierung stimmte dennoch für weitere vorsichtige Lockerungen etwa im Tourismus, wo Kreuzfahrtschiffe ab dem 15. September wieder auslaufen dürfen. An Bord müssen strenge Hygiene-Regeln eingehalten werden.

Milliardenhilfe für Tourismus und Kultur

Von 1. September an dürfen Messen wieder öffnen - Aufbau und Organisation der Ausstellungen kann sogar ab sofort beginnen. Für den Tourismus und die Kultur wurden weitere drei Milliarden Euro bereitgestellt.

Der Ministerpräsident appellierte an die Italiener, sich weiter an den Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu beteiligen. "Wir dürfen nicht zurückfallen und unsere Bemühungen zunichte machen", sagte er.

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