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Virologe fordert einheitlichen Corona-Kurs

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Vor Länder-Beratungen - Virologe fordert einheitlichen Corona-Kurs

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Immer mehr deutsche Risikogebiete. Der Virologe Uwe Liebert fordert einheitliche Vorgaben für Reisen im Land. Hamburgs Regierungschef ist gegen Beschränkungen zwischen Ländern.

Statt "Flickenteppich" brauche Deutschland aber eine "einheitliche Linie", sagt der Virologe Prof. Uwe Liebert. Er sieht eine "beängstigende Zunahme der Infektionen".

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Heute beraten die Staatskanzlei-Chefs der Länder über den Umgang mit inländischen Risikogebieten. Berlin und andere Bundesländer planen angesichts steigender Infektionszahlen strengere Corona-Regeln.

Virologe warnt vor Corona-Flickenteppich

Es gebe eine "deutliche und insgesamt beängstigende Zunahme" an Neuinfektionen, sagt der Leipziger Virologe Uwe Liebert im ZDF-Morgenmagazin. "Deshalb sind Maßnahmen auf lokaler Ebene auf jeden Fall angemessen."

Liebert forderte allerdings bundesweit einheitliche Regeln für Reisen innerhalb Deutschlands und "keinen Flickenteppich, der von Landkreis zu Landkreis unterschiedlich ist".

7-Tage-Inzidenz von 50 Corona-Fällen "sehr hoch"

Ab wann eine Region zum Risikogebiet erklärt werde, sei im wesentlichen eine politische Entscheidung. Bisher orientieren sich die Bundesländer an der Marke von 50 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Dies sei wissenschaftlich nicht eindeutig hinterlegt, so Liebert.

Die Marke von 50 erscheine ihm "sehr hoch". Aus Schutzgründen für die Bevölkerung sollte sie seiner Ansicht nach niedriger liegen. Auf eine genaue Zahl wollte sich der Virologe nicht festlegen.

Liebert warnte allerdings davor, "alle paar Tage oder Wochen neue Richtlinien und neue Zahlen in die Welt zu setzen".

Es wäre wichtig, jetzt eine einheitliche Linie in ganz Deutschland - sagen wir mal für die nächsten zwei bis drei Monate - zu finden.
Virologe Uwe Liebert

Tschentscher: Virus in Schach halten

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher sagte im ZDF, in vielen Punkten sei schon Einheitlichkeit erreicht worden. Die innerdeutsche Reiseverkehr sei jedoch ein unübersichtlicher Punkt, obwohl die Grundlage sehr einfach sei. Ziel sei es, überall unter der Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen zu bleiben.

Die Pandemie werde in den Metropolen entschieden, so Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher im ZDF. Ziel müsse es sein, das Virus dort in den Griff zu bekommen.

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Reisebeschränkungen zwischen den Landesgrenzen in Deutschland hält der SPD-Politiker nicht für sinnvoll. "Wir müssen uns darauf konzentrieren, das Virus in Schach zu halten", so Tschentscher. Das bedeute, dass in den Metropolen, in denen viel Virus-Aktivität sei, "müssen wir Maßnahmen ergreifen, damit die Zahlen runtergehen". Die Pandemie werde in den Großstädten entschieden.

Aufgrund weiter steigender Corona-Infektionen wollen betroffene Kommunen und Länder die Zügel wieder anziehen. Die anderen versuchen, sich vor Besuchern aus diesen Gebieten zu schützen.

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