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Verbraucherschützer ziehen kritisch Bilanz

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Senkung der Mehrwertsteuer - Verbraucherschützer ziehen kritisch Bilanz

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Die Mehrwertsteuersenkung wurde nur teilweise an die Kunden weitergegeben, so Verbraucherschützer. Einige Produkte seien sogar teurer geworden.

Archiv: Ein Kassenbon mit unterschiedlichen Mehrwertsteuerangaben liegt unter Euromünzen, aufgenommen am 10.03.2009
Verbraucherschützer sehen Wirkung von Mehrwertsteuersenkung kritisch
Quelle: dpa

Drei Monate nach der vorübergehenden Senkung der Mehrwertsteuer haben Verbraucherschützer eine kritische Zwischenbilanz gezogen. "Viele Unternehmen haben die Senkung lieber in die eigene Tasche gesteckt, statt sie an die Verbraucher weiterzugeben", sagte Klaus Müller, Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (vzbv), den "Stuttgarter Nachrichten".

Der Konjunkturimpuls scheint bisher bestenfalls überschaubar zu sein.
Klaus Müller, Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands

Verbraucherschützer: Andere Mittel hätten mehr Entlastung gebracht

Um die Verbraucher zu entlasten, hätte es nach Einschätzung des vzbv deutlich bessere Mittel gegeben, zum Beispiel eine stärkere Absenkung der Stromkosten oder einen höheren Kinderbonus.

Müller verwies auf eine Stichprobe der Verbraucherzentrale Bremen. Die lege nahe, dass die Mehrwertsteuer-Senkung nur zum Teil bei den Konsumenten ankomme. "So sind bei knapp der Hälfte der untersuchten Produkte die Preise seit dem 1. Juli gleichgeblieben oder sogar gestiegen, zum Beispiel bei einer Orangenlimonade, einem Menü bei Burger King oder weißer Wandfarbe."

Günstiger wurden hingegen Produkte wie ein T-Shirt, ein iPhone oder eine Waschmaschine.

Wirklich mehr Geld in der Tasche?

Beitragslänge:
7 min
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Mehrwertsteuersenkung Teil des Konjunkturpakets

Die schwarz-rote Koalition hatte die Mehrwertsteuer zum 1. Juli im Rahmen ihres 130 Milliarden Euro umfassenden Konjunkturpakets gesenkt. Dies soll einen Beitrag zur Erholung der Wirtschaft in der Corona-Krise leisten.

Der reguläre Mehrwertsteuersatz beträgt befristet bis zum Jahresende 16 statt 19 Prozent. Der verminderte Satz, der unter anderem für Waren des täglichen Bedarfs wie etwa Lebensmittel gilt, sank von sieben auf fünf Prozent. Zum Jahreswechsel steigen die Sätze wieder auf das übliche Niveau.

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von Tai Becker
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