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Maßnahmen gegen Corona - Wann und wie? Politik ringt um Lockerungen

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Kanzlerin Merkel will am Mittwoch mit den Ministerpräsidenten über Lockerungen der Corona-Beschränkungen beraten. Die Parteien legen dazu vorab unterschiedliche Forderungen vor.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten wollen sich am Mittwoch über eine mögliche schrittweise Öffnung des Landes absprechen. Die SPD-Ministerpräsidenten signalisierten vorab, sie wollten Lockerungen an eine Reihe von Indikatoren knüpfen. Das sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) der "Allgemeinen Zeitung Mainz".

Neuansteckungen müssen gering sein

Dazu gehörten eine niedrige Rate der Neuansteckungen, eine ausreichende Kapazität des Gesundheitssystems, die ausreichende Nachverfolgung von Infizierten und Kontaktpersonen, die Ausweitung von Tests sowie ausreichend Schutzausrüstung.

Das müssen wir in Relation setzen, dann können wir in einer ersten Phase Teile des Wirtschaftslebens lockern und teilweise die Schulen öffnen.
Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD)
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Wenn es dann keinen sprunghaften Anstieg von Neuansteckungen gebe, könne man in einer zweiten Phase weiter lockern, gegebenenfalls auch teilweise in der Gastronomie. Dabei müssten aber immer besondere Hygienemaßnahmen ergriffen werden.

Zunehmende psychische Belastungen

Auch der SPD-Co-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans hat sich für eine schrittweise Lockerung der Beschränkungen ausgesprochen. Die Restriktionen in der jetzigen Form aufrechtzuerhalten, werde aus seiner Sicht zunehmend auch zur "psychischen und wirtschaftlichen Belastung", sagte er der "Süddeutschen Zeitung“.

Mir ist ein Haushaltswaren- oder ein Möbelgeschäft, das ich nur mit Atemschutz betreten kann, jedenfalls lieber als geschlossene Läden (...).
Norbert Walter-Borjans, SPD-Vorsitzender

Grüne wollen Schulen und Kitas wieder öffnen

Die Grünen-Chefs Annalena Baerbock und Robert Habeck haben sich dafür ausgesprochen, Schulen und auch Kitas nach und nach wieder zu öffnen - begleitet von Vorsichtsmaßnahmen. "Abschlussklassen sollten als erste wieder in die Schulen", heißt es in einem Brief an die Parteimitglieder. Auch die Klassen eins bis sechs sollten Priorität haben, weil die Betreuung der jüngeren Schüler besonders wichtig sei.

Karliczek: Lockerungen verbinden mit Mundschutzplicht

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat den Vorschlag begrüßt, eine Lockerung der Corona-Maßnahmen mit einer Mundschutzpflicht zu verbinden. "Alle Vorsichtsmaßnahmen wie die Abstands- und Hygienegebote müssen weiterhin strikt eingehalten werden - und zusätzlich muss ein Mund-Nase-Schutz im öffentlichen Raum getragen werden", sagte Karliczek der "Passauer Neuen Presse".

Bundesaußenminister Heiko Maas plädiert für Tracking-App

Bei der schrittweisen Lockerung der Corona-Maßnahmen wird aus Sicht von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) auch eine freiwillige Tracking-App eine wichtige Rolle spielen. Die Technik könne helfen, "Kontaktpersonen in Sekunden zu benachrichtigen und Infektionsketten zu unterbrechen", sagte Maas den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Österreich: Lockerung unter strengen Auflagen

In Österreich werden am Dienstag die strikten Beschränkungen etwas gelockert: Kleinere Geschäfte sowie Bau- und Gartenmärkte dürfen unter strengen Auflagen wieder öffnen; Kunden müssen Masken tragen und Abstand halten.

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

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