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Merkel kritisiert Öffnungsdebatten

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Kanzlerin sieht Rückfallrisiko - Merkel kritisiert Öffnungsdebatten

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Trotz der Lockerungen einiger Corona-Maßnahmen ist Kanzlerin Merkel unzufrieden. Vor allem die "Öffnungsdiskussionsorgien" stören sie massiv.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Archivbild
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will einen Rückfall in der Corona-Krise verhindern.
Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa-Pool/dpa

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Diskussionen über weitergehende Lockerungen der Beschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus außergewöhnlich scharf kritisiert. Nach Teilnehmerangaben machte Merkel am Montag in einer Schaltkonferenz des CDU-Präsidiums deutlich, wie unzufrieden sie sei, dass die Botschaft vorsichtiger Lockerungen in einigen Ländern zu "Öffnungsdiskussionsorgien" geführt habe.

Diskussionen seien "nicht hilfreich"

Dies erhöhe das Risiko eines Rückfalls sehr stark. Sie mache sich größte Sorgen, dass sich die gute Entwicklung bei den Corona-Infektionen wieder umkehre, weil sich zu wenige Menschen an die Kontaktbeschränkungen halten würden, machte Merkel demnach deutlich. Die Diskussion über Lockerungen sei nicht hilfreich.

Im Video erklärt eine Virologin, warum eine sehr vorsichtige Lockerung der Maßnahmen nötig ist:

Die Virologin Melanie Brinkamm begrüßt die Entscheidung von Bund und Ländern zur schrittweisen Lockerung der Corona-Maßnahmen: "Die Fallzahlen sind gesunken – das war harte Arbeit. Wir müssen nun vorsichtig vorgehen, um den Erfolg nicht zu gefährden."

Beitragslänge:
4 min
Datum:

Verhandlungen am 30. April

Die Kanzlerin verwies nach diesen Angaben auf die am 30. April geplanten nächsten Verhandlungen von Bund und Ländern über das weitere Vorgehen. Wichtiger sei allerdings noch, wie es eine Woche später aussehe.

Erst am 8. oder 9. Mai werde man einen Überblick darüber haben, wie man in der Wirtschaft vorankomme und wie es in den Schulen aussehe. Merkel habe klar gemacht, dass sie darauf setze, dass sich alle an die bestehenden Kontaktregeln hielten. Sie sei da aber skeptisch.

Mehr zu der bestehenden Regelung im Video:

Für Geschäfte bis zu 800 qm Fläche gibt es Lockerungen, erste Schulen öffnen wieder, in Sachsen sind Gottesdienste mit 15 Gläubigen erlaubt.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Unterschiedliche Regelungen in den Bundesländern

Hessens Ministerpräsident und CDU-Vize Volker Bouffier sowie die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner kritisierten demnach etwa das Vorgehen im SPD-geführten Rheinland-Pfalz, wo Zoos und Shopping-Malls wieder öffnen sollten.

Die SPD habe dort auch erlaubt, dass Parteiveranstaltungen wieder stattfinden könnten.

Bund und Länder hatten sich nach fast vier Wochen Zwangspause vergangene Woche darauf geeinigt, dass von diesem Montag an kleine und mittlere Geschäfte bis zu einer Fläche von 800 Quadratmetern wieder öffnen dürfen.

Die Details hängen von Branche und Bundesland ab. In den ersten Ländern sollte auch für die Abschlussklassen die Schule wieder losgehen. Die strikten Kontakt- und Abstandsregeln sollen allerdings mindestens bis zum 3. Mai weiter gelten.

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