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Kontaktsperren: Merkel berät mit Ländern

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Erste Zwischenbilanz - Kontaktsperren: Merkel berät mit Ländern

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Seit rund zehn Tagen gelten die Corona-Kontaktsperren. Nun wollen Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten eine Zwischenbilanz ziehen - und über eine Maskenpflicht diskutieren.

Frau läuft über den verwaisten Marktplatz in Mannheim
Kontaktbeschränkungen: Merkel will heute mit den Länderchefs eine erste Zwischenbilanz ziehen.
Quelle: epa

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) berät in einer Telefonkonferenz erneut mit den Ministerpräsidenten der Länder über den Kampf gegen die Coronavirus-Krise. Dabei soll die aktuelle Entwicklung bei den Neuinfektionen in Deutschland bewertet werden. Es dürfte auch um eine Art Evaluation der bisherigen Anti-Corona-Maßnahmen gehen. Bund und Länder hatten am 22. März strenge Kontaktbeschränkungen für die Menschen beschlossen, die mindestens bis zum 5. April gelten sollten. Diese Maßnahmen dürften nun verlängert werden. Aktuell wird zudem vor allem über eine Maskenpflicht diskutiert.

Viele Länder hatten Kontaktbeschränkungen allerdings ohnehin schon bis zum 20. April beschlossen - an diesem Tag enden häufig die Osterferien der Schüler. Brandenburg und Sachsen verlängerten die Maßnahmen am Dienstag.

Debatte über Maskenpflicht

Diskutiert wird weiter über eine Maskenpflicht. Anfang der Woche hatte Österreich eine solche angekündigt und damit auch in Deutschland eine Debatte über das Thema ausgelöst. Nun sind erste Kommunen in Thüringen vorgeprescht und haben Verfügungen für eine Maskenpflicht in Supermärkten, Bussen und Bahnen angekündigt.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will die Stadt Jena eine Mundschutz-Pflicht einführen. RKI Präsident Lothar Wieler hält den Mundschutz zum Schutz anderer Menschen für hilfreich.

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Der FDP-Verkehrspolitiker Oliver Luksic sprach sich dafür aus, dass Fahrgäste in Bussen und Bahnen einen Mundschutz tragen. Der Bundestagsabgeordnete sagte der Deutschen Presse-Agentur: In Deutschland sind Schulen, Spielplätze und die meisten Geschäfte geschlossen. Im öffentlichen Nahverkehr fahren gleichzeitig Fahrgäste in wenigen, oft vollen Fahrzeugen.

Ein Polizeiauto fährt auf dem Elberadweg vor der historischen Altstadtkulisse von Dresden

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Deutschland versucht, das Coronavirus mit einer Kontaktsperre für zunächst zwei Wochen aufzuhalten. Darauf einigten sich Bund und Länder. Die Maßnahmen im Überblick.

Gerade hier biete in der jetzigen Lage aber das Tragen eines Mundschutzes eine gewisse Sicherheit für alle Fahrgäste und sei sinnvoll, damit die Bürger sicher den öffentlichen Personennahverkehr nutzen könnten.

Spahn gegen Tragepflicht von Schutzmasken

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach sagte der "Passauer Neuen Presse": "Wenn wir ausreichend medizinische Masken von hoher Qualität haben, um das medizinische Fachpersonal zu versorgen und gleichzeitig die Bevölkerung, wäre eine Maskenpflicht im öffentlichen Personen-Nahverkehr oder auch in Supermärkten durchaus sinnvoll."

Die Pflicht für eine selbstgebastelte Maske sehe er kritisch. Es gebe keine Studien, dass solche Masken etwas bringen - eher im Gegenteil:

Eine feuchte, selbstgebastelte Maske, die dann auch noch angefasst wird, würde das Risiko für die Betroffenen erhöhen. Eine Mundschutz-Pflicht wäre nur bei medizinischen Masken sinnvoll.
SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte sich am Dienstag gegen eine Tragepflicht für Schutzmasken ausgesprochen. "In der jetzigen Lage sehe ich keine Notwendigkeit zu einer Verpflichtung", sagte der CDU-Politiker.

Eine Maskenpflicht wie in Österreich hält der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit nicht für sinnvoll.

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