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Kanzlerin nach Quarantäne - Merkel: "Eine andere Osterzeit als je zuvor"

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Ostern ohne Spaziergang, Freunde und Kirche. Kanzlerin Merkel stimmt auf sehr besondere Feiertage ein und ruft auf, sich an die Beschränkungen zu halten.

Archiv: Angela Merkel, aufgenommen am 22.03.2020
Angela Merkel stimmt die Bürger auf besondere Ostern ein. (Archivfoto)
Quelle: Reuters

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat alle Bürger aufgefordert, sich auch zu Ostern und in den Ferien an die Kontaktbeschränkungen zu halten. Die CDU-Politikerin sagte in ihrem wöchentlichen Podcast, sie könne noch keine Stichtage für ein Ende der Anordnungen nennen. Dies wäre in der jetzigen Situation auch unverantwortlich.

Einschränkungen und Kontaktverbot bleiben

Es stimme zwar, dass jüngste Zahlen des Robert-Koch-Instituts ein wenig Hoffnung machten. Die Kanzlerin sagte aber:

Es ist definitiv viel zu früh, um darin einen sicheren Trend zu erkennen.
Angela Merkel, Kanzlerin

"Wir alle werden eine ganz andere Osterzeit erleben als je zuvor", sagte Merkel. Ostern sei für Millionen von Christen der Kirchgang, der "Ostersonntag mit der ganzen Familie, vielleicht ein Spaziergang, Osterfeuer." Das sei auch für viele ein Kurzurlaub an der See, in den Bergen, oder bei Verwandten. "Normalerweise. Aber nicht in diesem Jahr", sagte die Kanzlerin.

Kanzlerin: Maßnahmen gehen an Kern der Gesellschaft

Merkel sagte weiter, sie denke auch an die Juden und Muslime in Deutschland und alle anderen Gläubigen, die jetzt nicht in ihren Gotteshäusern zusammenkommen könnten.

Das ist eine dieser Einschränkungen, die wirklich an den Kern einer Gesellschaft gehen und die wir nur im Notfall und nur so lange wie unbedingt erforderlich hinnehmen können.
Angela Merkel, Kanzlerin

Sie zeigte auch Verständnis vor allem für die vielen älteren und kranken Menschen, die von der Außenwelt abgeschnitten sind. "Mein herzlicher Gruß und alle meine guten Wünsche gehen an Sie, die Sie jetzt in dieser Situation sind", sagte Merkel.

Das Robert-Koch-Institut meldet eine positive Tendenz bei der Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland. Ein Grund zur Entwarnung sei das aber nicht.

Beitragslänge:
1 min
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Gesundheitsschutz und Rückkehr schaffen

Die Kanzlerin nahm an diesem Freitag nach zweiwöchiger Corona-Quarantäne ihre Dienstgeschäfte im Kanzleramt wieder auf. Die Bürger könnten sich darauf verlassen, "dass die Bundesregierung und auch ich persönlich tatsächlich Tag und Nacht darüber nachdenken, wie wir beides schaffen können: also sowohl den Gesundheitsschutz für alle als auch einen Prozess, mit dem das öffentliche Leben auch wieder Schritt für Schritt möglich wird", sagte die Kanzlerin. Sie fügte hinzu:

Das alles insgesamt im Blick zu haben, das leitet mich. Das ist eine Herkulesaufgabe. Damit das weiter gelingt, brauche ich, das sage ich ganz offen, auch weiter Ihre Mithilfe.
Angela Merkel
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