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Merkel: "Nicht in Sicherheit wiegen"

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Kanzlerin zur Corona-Krise - Merkel: "Nicht in Sicherheit wiegen"

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Kanzlerin Angela Merkel ruft weiterhin zum Einhalten der Corona-Maßnahmen auch über Ostern auf. Sie zeigte sich hoffnungsvoll, dennoch sei die Lage weiterhin "fragil".

Nach den Beratungen des Corona-Kabinetts in Berlin richtet sich Bundeskanzlerin Angela Merkel an die Öffentlichkeit. Sehen sie das Statement hier im Livestream.

Beitragslänge:
27 min
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Kanzlerin Angela Merkel kündigte an, dass der Mangel an dringend benötigten Schutzmasken und Schutzausrüstung in den kommenden Tagen verstärkt im Fokus der Anstrengungen von Regierung und Wirtschaft stehen werde.

Hier würde insbesondere jetzt die "lokale Produktion" verstärkt. Zudem würden die Anstrengungen verstärkt, Masken aus Asien zu erhalten. Ziel sei aber auch, die "inländische Produktion anzukurbeln und eigene Kapazitäten aufzubauen." Das wolle man auch im europäischen Verbund tun.

Bei Lockerung nicht Rückschritt riskieren

Merkel kündigte weiterhin an, wenn sich die bisherigen Corona-Maßnahmen erfolgreich zeigten, dann könnten eventuell Maßnahmen gelockert werden. Dabei orientiert sie sich an einer Studie der Leopoldina-Universität. Daran hätten nicht nur Virologen oder Mediziner, sondern auch Experten aus Wirtschaft und Soziologie teilgenommen.

Nach den Ergebnissen der Studie würden in der nächste Woche mögliche Lockerungsmaßnahmen mit den Bundesländern besprochen. Merkel warnte jedoch mehrfach davor aufzupassen, dass durch Lockerungen der Maßnahmen nicht "ein Rückschritt kommt, der uns wieder völlig zurückwirft."

Zu den Einschränkungen und den sinkenden Verdoppelungszahlen sagte sie: "Wir dürfen uns nicht in Sicherheit wiegen". Man müsse froh sein, dass zur Zeit weitere Einschränkungen nicht notwendig seien. Aber man dürfe "nicht leichtfertig sein". Man müsse konzentriert bleiben. "Die Lage ist fragil. Das RKI sagt, das sei kein Grund für Entspannung."

Wir dürfen uns nicht in Sicherheit wiegen.
Angela Merkel

Ostern weiterhin strenge Regeln - aus Fürsorge

Die Maßnahmen müssten über Ostern bestehen bleiben, mahnte Merkel eindringlich. Denn man könne jetzt sehr schnell die bisherigen Erfolge der Maßnahmen zerstören. Notwenig seien: "Konzentration, Disziplin und Fürsorge für die nächsten durch Abstand.“ Auch wenn das "Ostern anders sein wird, als wir es immer in unserem Leben kannten", und es für viele Familien eine Herausforderung sein werde. "Mein Dank - an alle die, die die Bestimmungen einhalten haben und meine Bitte an alle, diese auch noch fortzusetzen." Damit würden alle Menschen, für die das Virus eine tödliche Gefahr bedeuten kann geschützt "und unser Gesundheitssystem".

Zukunft: "Ein Leben mit dem Virus"

Es gebe keine feste Formel für die Lockerungen, man müsse von Schritt zu Schritt schauen. "Jedesmal mit jedem Schritt, sterben wieder Menschen" und hätten Krankenhäuser wieder Angst. Zwar müsse man auch Schritte gehen, von denen man am Anfang nicht wisse, was sie auslösten. Aber: "Viel hängt davon ab, ob die Menschen weiter Abstand halten, Hände waschen oder sich nicht die Hände geben."

Merkel mahnte eindringlich: "Die Pandemie ist nicht weg! Sie wird nicht verschwinden, bevor wir nicht einen Impfstoff haben. Das heißt 'Leben mit diesem Virus'.

Die Pandemie ist nicht weg! Sie wird nicht verschwinden, bevor wir nicht einen Impfstoff haben.
Angela Merkel, Kanzlerin

Es sei nicht verschwunden, nur weil sich mal einen Tag weniger Leute ansteckten, mahnte Merkel: "Wenn wir das alles vergessen was wir bisher gelernt haben, dann sind wir sehr schnell wieder da, wo wir waren."

Ein Computermodell des Coronavirus

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