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Coronavirus-Krise - NRW verschiebt Abiturprüfungen

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Die 88.000 angehenden Abiturienten in Nordrhein-Westfalen bekommen mehr Zeit zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen. Die Hauptprüfungen für das Abitur werden verschoben.

Archiv, Düsseldorf: Abiturienten schreiben eine Abiturprüfungen im Fach Deutsch.
Rund 88.000 Schüler in NRW haben wegen Corona mehr Zeit, für das Abitur zu lernen: Die Prüfungen werden verschoben.
Quelle: DPA

Die Abiturprüfungen in Nordrhein-Westfalen (NRW) werden wegen der Corona-Krise um drei Wochen verschoben, wie Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) mitteilt. Die Prüfungen für rund 88.000 angehende Abiturienten an Gymnasien, Gesamtschulen, Weiterbildungskollegs und Waldorfschulen sowie an den Beruflichen Gymnasien der Berufskollegs beginnen demnach jetzt am 12. Mai. Letzter Prüfungstermin sei der 25. Mai.

Für Schülerinnen und Schüler, die den Haupttermin nicht wahrnehmen könnten, werde es im Anschluss einen zentralen Nachschreibetermin geben. Durch einen stark verkürzten Korrekturzeitraum können die Abiturzeugnisse dann, wie vorgesehen, spätestens bis zum 27. Juni ausgegeben werden. Allerdings müsse auch der Brückentag nach Christi Himmelfahrt für die Prüfungen genutzt werden, hieß es weiter.

Sonderregelung für Landkreis Heinsberg

Die Schüler erhielten damit jetzt Planungssicherheit, damit sie sich bestmöglich auf ihre Prüfungen vorbereiten könnten, sagte Gebauer. "Die Prüfungen werden selbstverständlich unter besonderer Berücksichtigung des Infektionsschutzes stattfinden. Die Gesundheit unserer Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler hat für uns oberste Priorität."

Für den besonders vom Coronavirus betroffenen Landkreis Heinsberg sollten besondere Regelungen gelten, so die Ministerin. Dort sei mehr Unterricht ausgefallen als in anderen Teilen von NRW. Den Schülern solle kein Nachteil entstehen.

Kultusministerkonferenz verhinderte Absage

Die Kultusministerkonferenz (KMK) hatte am Mittwoch einstimmig beschlossen, dass die Abiturprüfungen ungeachtet der Corona-Krise in ganz Deutschland stattfinden sollen. Der KMK-Beschluss sieht vor, dass die Prüfungen zum geplanten oder zu einem Nachholtermin bis zum Ende des Schuljahres stattfinden, "soweit dies aus Infektionsschutzgründen zulässig ist".

Die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hatte sich für eine Absage der diesjährigen Abiturprüfungen eingesetzt und ein Not- oder Durchschnittsabitur auf Basis der bisherigen Schulleistungen gefordert. Dieser Vorstoß scheiterte am Widerstand anderer Bundesländer.

In Hessen und Rheinland-Pfalz wurden bereits Prüfungen geschrieben. Bayern und Baden-Württemberg hatten bereits eine Verschiebung ihrer Prüfungstermine um mehrere Wochen verkündet.

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