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Appell an Bundesländer - Laschet: Gütersloher nicht stigmatisieren

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Negativ getestete Urlauber aus den Kreisen Gütersloh und Warendorf sollten von den anderen Bundesländern nicht abgewiesen werden. Das fordert NRW-Ministerpräsident Armin Laschet.

Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Armin Laschet (CDU), Ministerpraesident von Nordrhein-Westfalen, spricht im Plenum des Landtags.
Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Armin Laschet (CDU), Ministerpraesident von Nordrhein-Westfalen, spricht im Plenum des Landtags.
Quelle: dpa

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat die anderen Bundesländer aufgerufen, negativ auf das Coronavirus getestete Urlauber aus den Kreisen Gütersloh und Warendorf willkommen zu heißen. "Aber eines geht nicht - dass man öffentlich Menschen aus dem Kreis Gütersloh stigmatisiert", sagte er in Düsseldorf.

Laschet: Bayern empfängt Gütersloher

Für beide Kreise hatte die Landesregierung erneut deutliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens verhängt, um ein Übergreifen des Coronavirus aus einem Tönnies-Schlachthof auf die übrige Bevölkerung zu verhindern. Bayern hatte ein Beherbergungsverbot für Gäste aus Landkreisen mit hohen Infektionszahlen angekündigt, Menschen mit negativen Tests aber ausgenommen.

Er habe in dieser Sache mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder telefoniert, der klar gemacht habe, dass Menschen aus Gütersloh willkommen seien, sagte Laschet im Landtag. Er erwarte dies auch von anderen Bundesländern.

Niedersachsen will dennoch ein Beherbergungsverbot für Touristen aus der Region erlassen. Eine entsprechende Regelung sei gerade in Arbeit, sagte eine Regierungssprecherin. Lehrkräfte aus Gütersloh und Warendorf, die an niedersächsischen Schulen unterrichten, wurden zudem aufgefordert, zunächst zu Hause bleiben.

Spahn: Einschränkungen in Gütersloh akzeptieren

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) appellierte an die Bürger in Gütersloh, die neu verordneten Einschränkungen zu akzeptieren. "Wir sehen ja, wenn man es diesem Virus zu leicht macht, dann breitet es sich auch ganz, ganz schnell wieder aus", sagte Spahn am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin".

"Ich verstehe sehr gut, dass es Enttäuschungen, Sorgen, ja auch Wut gibt (...), weil es jetzt eben wieder Beschränkungen gibt", sagte Spahn. Es sei wichtig deutlich zu machen, dass dies zum Schutz von Allen ist. Die Vergangenheit habe gezeigt, wie schnell aus einem lokalen Geschehen ein bundesweites Problem werden könne.

Laschet: "Das Virus ist weiter unter uns"

Laschet verteidigte seinen Umgang mit der Pandemie. Eine ständige Abwägung von Grundrechtseinschränkungen und vorsichtigen Lockerungsmaßnahmen sei weiter notwendig. "In dieser Lage muss man verantwortlich abwägen, immer wieder, jeden Tag neu", sagte Laschet. "Diese Krise ist noch nicht zu Ende. Das Virus ist weiter unter uns."

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