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Blick auf Deutschland - Welche Länder Corona-Obergrenzen verschärfen

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Eigentlich gilt die magische Zahl von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Einige Bundesländer haben den Corona-Grenzwert aber gesenkt, um Hotspots schneller einzudämmen.

Eine Frau im Schutzanzug hält in einem Altenzentrum einen Abstrichtest in der Hand.
Einige Bundesländer haben ihre Grenzwerte für Corona-Neuinfektionen in Landkreisen und kreisfreien Städten abgesenkt.
Quelle: dpa

Bund und Länder hatten sich Anfang Mai auf drei Werte geeinigt, auf die seitdem verstärkt geschaut wird: Innerhalb von sieben Tagen darf es in Landkreisen oder kreisfreien Städten nicht mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern geben. Wenn diese Grenze gerissen wird, sollen die Landesbehörden handeln.

Weil sich die Infizierten-Zahlen in den Bundesländern aber stark unterscheiden, verschärfen einige Länder ihre Obergrenzen. Der Flickenteppich an Regeln nimmt damit zu. Bayern senkte am Dienstag seinen Wert auf 35 Neuinfektionen. In Baden-Württemberg gilt ab diesem Wert eine Vorwarnstufe. Behörden sollen das Infektionsgeschehen dann genau beobachten und die Corona-Tests ausweiten. Ähnlich in Schleswig-Holstein: Hier werden spätestens ab 30 Neuinfektionen konkrete Absprachen mit den Kreisen und Städten getroffen. Berlin und Niedersachsen senkten ihre Obergrenzen auf 30 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Eine Übersicht zu den Neuinfektionen gibt unsere Karte:

Corona-Hotspots ausmachen

Die Grenzwerte bilden eine Art Frühwarnsystem, damit Corona-Hotspots schnell erkannt werden können. Der Chef der Münchner Staatskanzlei Florian Herrmann (CSU) erklärte am Dienstag zur Herabsetzung der Grenze: "Das Virus ist nicht besiegt, also wird es diese lokalen Ausbrüche immer wieder geben."

Das Land Berlin hat eine Corona-Ampel entwickelt, die bei der Grenze von 30 Neuinfektionen auf "Rot" schaltet. In welchen Landkreisen es wie viele Neuinfektionen gibt, können Sie in unserer Tabelle nachschauen:

Schlachtbetriebe als Infektionsherd

Wird ein Grenzwert gerissen, sollen Landkreise und Städte Konsequenzen ziehen. So war vor rund zwei Wochen im Landkreis Coesfeld in Nordrhein-Westfalen die Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten worden. Schlachthof-Mitarbeiter hatten sich angesteckt.

Fleischfabriken als Virenschleudern

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9 min
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Der Landkreis hatte deshalb - in Abstimmung mit der Landesregierung - die eigentlich landesweit geplanten Lockerungen der Corona-Regeln verschoben. In ganz Nordrhein-Westfalen sollen außerdem alle Mitarbeiter in Schlachtbetrieben getestet werden.

Coesfeld ist nicht die einzige Region, in der Obergrenzen überschritten wurden. Welche Gründe es für dafür gibt und wie die Behörden dort reagiert haben, lesen Sie hier.

Vor einem Liniendiagramm steht der Großbuchstabe R. Im Hintergrund sind zwei große, gezeichnete Viren zu sehen.

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