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"Notbetrieb" wegen Coronavirus - Österreich steht still

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Österreich hat für das ganze Land Ausgangsbeschränkungen verhängt und will so die Ausbreitung des Coronavirus bremsen.

Leere Straßen am Kohlmarkt am 14.03.2020 in Wien
Leere Straßen am Kohlmarkt in Wien in Folge des Coronavirus-Ausbruchs in Österreich
Quelle: Imago

Es liegt der Frühling in der Luft in Wien, und es ist so gar nicht die übliche Aufbruchsstimmung: Wo sonst unter blühenden Kirschbäumen Menschen die ersten wärmenden Sonnenstrahlen genießen, wo sonst Kinder auf der Schaukel oder im Sandkasten erstmals ohne dicke Jacke spielen - da ist nun gähnende Leere. 

"Schau auf dich, bleib zu Hause", informiert die Infokampagne der Österreichischen Bundesregierung auf den Sonntagszeitungen, die hier in Plastiksackerln an Lampenpfählen hängen – viele sind schon morgens leer, die Leute wollen sich informieren.

In Österreich dürfen die Bürger ab sofort nur noch aus drei Gründen ihr Haus verlassen: zum Arbeiten, zum Einkaufen oder um anderen zu helfen. Dazu ZDF-Korrespondentin Britta Hilpert.

Beitragslänge:
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Kurz betont Notwendigkeit der Maßnahmen gegen Coronavirus

"Es ist die größte Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg", sagt Bundeskanzler Sebastian Kurz auf einer Sondersitzung des Nationalrats. Ziel ist, das Land auf einen "Notbetrieb" herunter zu fahren. Dazu wird die Versammlungs- und Bewegungsfreiheit im Land eingeschränkt. Sportplätze, Spielplätze und andere Plätze geschlossen.

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Man darf nur noch zur Arbeit gehen oder Lebensmittel besorgen, auch Spaziergänge oder Joggingtouren sind erlaubt, aber nur mit Personen, mit denen man zusammen lebt. Es ist notwendig, so wird Sebastian Kurz nicht müde zu betonen, um die Gesundheit vor allem der älteren Personen zu schützen.

Schon heute soll die Polizei kontrollieren, dass keiner auf Spielplätzen unterwegs ist, ab morgen sind die Schulen geschlossen und alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte ebenfalls. Am Naschmarkt, wo man alles bekommt, was die Welt nicht braucht, flattern an einem Geschäft nun Zettel:

50 Prozent auf alle Oster-Lebensmittel – heute letzter Tag vor shutdown.

Ab Dienstag Restaurants und Kaffeehäuser geschlossen

Am Dienstag schließen dann auch Restaurants und Kaffeehäuser, die heute noch bis 15 Uhr geöffnet sein dürfen – auf der Terrasse sieht man, dass die wenigen Gäste bemüht sind, Abstand voneinander zu halten.

Tausende Pfleger aus dem Ausland kümmern sich um Risikogruppe

Die Polizei hat Urlaubssperre und, einige Grundwehrdienstleistende werden über das Ende ihrer regulären Dienstzeit zwangsverpflichtet und Teile der Österreichischen Miliz sind mobilisiert. Außerdem werden  Zivildienstleistende der letzten fünf Jahre wieder einberufen. Sie sollen Lücken in der Versorgungskette schließen.

Bei der Betreuung kommen Tausende sogenannte 24-Stunden-Pfleger aus den umliegenden, nun abgeschotteten Ländern Slowakei, Tschechien und Ungarn. Sie kümmern sich um die älteren Leute Österreichs, die die besondere Risikogruppe sind. Auch um diese Menschen weiter zu versorgen, so sagt Sebastian Kurz in einem Interview des ORF, wurden Sonderkr mobilisiert.

Ein Land im Ausnahmezustand – das sonst so gesellige Österreich zieht sich zurück. Und für wie lange ist noch völlig unklar.

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