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Pauschalreisen und Corona - So funktioniert die neue Gutscheinlösung

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Wenn die Pauschalreise wegen Corona geplatzt ist, können Veranstalter ihren Kunden einen Gutschein anbieten. Der Bundestag hat dieser Lösung zugestimmt - Fragen und Antworten dazu.

Gut besucht ist der Ostseestrand in der Nähe der Seebrücke in Zingst am 24.06.2020
Geld zurück oder Gutschein bei Pauschalreisen, die wegen Corona ausgefallen sind.
Quelle: dpa


Der Bundestag hat einem Gesetzentwurf zugestimmt, der die Corona-Auswirkungen auf die Tourismusbranche zumindest etwas mildern soll: Für ausgefallene Pauschalreisen wird eine Gutscheinlösung eingeführt. So sollen die Reiseunternehmen vor Geldproblemen oder gar Insolvenz geschützt werden, die durch die massenhafte Erstattung von Anzahlungen entstehen können.

Um welche Fälle geht es?

Der Gesetzentwurf zielt ab auf Pauschalreisen, die vor dem 8. März 2020 gebucht wurden und wegen der Pandemie vom Veranstalter oder vom Reisenden abgesagt wurden. Für gewöhnlich muss der Veranstalter in diesen Fällen bereits geleistete Anzahlungen an den Kunden zurückgeben. Künftig soll er stattdessen einen Gutschein anbieten können.

Muss der Kunde den Gutschein annehmen?

Nein. "Der Reisende hat die Wahl, ob er das Angebot des Reiseveranstalters annimmt oder sein Recht auf Rückerstattung des Reisepreises ausübt", heißt es im Gesetzestext. "Auf dieses Wahlrecht hat der Reiseveranstalter ihn bei seinem Angebot hinzuweisen."

Der Gutschein muss den Wert der vom Kunden geleisteten Vorauszahlungen haben. Die Reiseveranstalter dürfen für das Ausstellen und Versenden des Gutscheins sowie für dessen Einlösung keine Gebühren erheben.

Wie lange gilt der Gutschein?

Die Gültigkeitsdauer muss auf dem Gutschein angegeben sein. Sie läuft maximal bis zum 31. Dezember 2021, kann aber auch kürzer sein.

Was ist, wenn jemand den Gutschein nicht einlöst?

Dann muss der Reiseveranstalter den Wert auszahlen. Der Kunde kann die "unverzügliche Erstattung" verlangen, wenn der Gutschein uneingelöst abgelaufen ist.

Was passiert, wenn der Reiseveranstalter zwischenzeitlich pleite geht?

Auch in diesem Fall haben Kunden das Recht, den Wert des Gutscheins ausgezahlt zu bekommen. In der Pflicht ist zunächst der "Kundengeldabsicherer", also die zuständige Bank oder Versicherung des Reiseveranstalters.

Falls aus dieser Quelle nur ein Teil des Gutscheinwertes erstattet werden kann, übernimmt der Staat den Rest.

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