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Ärztegewerkschaft-Vorsitzende - Johna: "Pflegekräfte und Ärzte entlasten"

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In Deutschland mangelt es zwar nicht an Intensivbetten, wohl aber an Pflegepersonal. Susanne Johna vor der Ärztegewerkschaft Marburger Bund fordert im ZDF einen Bürokratie-Abbau.

Intensivpflegekräfte müssten bei einer möglichen Krankenhausüberlastung bürokratisch entlastet werden, fordert Susanne Johna, Vorsitzende des Marburger Bundes. Sie plädiert für ein Stufensystem, in dem planbare Operationen aufgeschoben werden können.

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5 min
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Sehen Sie oben das ganze Interview im Video und lesen Sie es hier in Auszügen. Das sagt Johna zu ...

... der Lage bei der Intensivpflege

"Das Wort Notstand ginge mir jetzt zu weit, aber in der Tat wissen wir ja schon seit längerer Zeit, dass wir zu wenig Intensivpflegekräfte in Deutschland haben. [...]

"Nur haben wir jetzt nicht die Zeit zu sagen, wir müssen mehr ausbilden, sondern wir müssen jetzt überlegen, wo können wir Intensivpflegekräfte und auch andere Pflegekräfte und Ärzte entlasten. Da wäre zum Beispiel unser Hinweis zu sagen, die bürokratische Last zu überprüfen. Derzeit muss eine Intensivpflegekraft minutengenau dokumentieren, wenn sie einen insbesondere infektiösen Patienten versorgt, damit die Krankenhäuser nach Fallpauschalen abrechnen können."

Weil sich immer mehr Menschen mit dem Corona-Virus infizieren, verschärft sich die Situation auf den Intensivstationen in einigen Krankenhäusern. Die Auslastung der Intensivbetten steigt. Ein Problem könnte zudem der Mangel an Pflegepersonal werden.

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3 min
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... der Lage auf den Intensivstationen

"Letztlich sind wir in Deutschland sehr gut aufgestellt. Wir haben viele Intensivpflegebetten, wir haben sehr viele Beatmungsgeräte, wir haben insgesamt viele Krankenhausbetten in Deutschland, aber natürlich kann man jedes Krankenhaus der Welt, jedes Gesundheitswesen durch eine zu hohe Belastung an Erkrankten in den Kollaps bringen."

... zur Durchführung planbarer Operationen

"Wir halten es für sinnvoll, ein Stufenkonzept tatsächlich in den Ländern festzulegen, das beschriebt, ab welcher Stelle, ab welcher Belastung der Krankenhäuser auch wieder planbare Operationen zurückgestellt werden müssten, sozusagen jetzt in Stufe zwei mehr Betten zu schaffen für Covid-19-Patienten.

Dafür brauchen die Krankenhäuser am Ende aber auch eine Planung, eine Finanzierungssicherheit und ein solches Stufenkonzept gibt es zum Beispiel im Sinne einer Allgemeinverfügung in Hessen."

Ein Patient an einem Beatmungsgerät im Münchner Klinikum Großhadern.

Versorgung von Corona-Patienten -
Ärzte warnen vor Mangel an Pflegepersonal
 

Angesichts rapide steigender Infektionszahlen warnen Intensivmediziner vor Engpässen in Kliniken. Es mangele an Pflegekräften für die Versorgung von Corona-Patienten.

... zu ärtzlicher Hilfe während der Pandemie

"Diejenigen die gesund sind, sollten ihre Kontakte einschränken, so weit es geht und die, die krank sind, sollten wirklich mit ihren medizinischen Problemen weiterhin ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, ob im niedergelassenen Bereich oder im Krankenhaus, wir haben dafür immer die Kapazitäten, um die Notfälle auch außerhalb von Covid-19 zu versorgen."

... zum bevorstehenden Corona-Gipfel

"Ich glaube nach wie vor, dass das ganz Entscheidende ist, die Bevölkerung mitzunehmen und möglichst transparent darzustellen, warum Maßnahmen getroffen werden." [...]

"Also möglichst auch mit Evidenz belegen können, warum dass, was man macht, sinnvoll ist und die Allgemeinbevölkerung mitnehmen. Das muss das Ziel sein, denn sonst werden wir nicht erfolgreich sein, denn man kann nicht jede Maßnahme bis ins Extenso kontrollieren."

Kuhle vor Bund-Länder-Treffen -
"Nicht wieder übers Ziel hinausschießen"
 

Die Corona-Infektionszahlen steigen weiter, die Sorge vor einem Lockdown wächst. Wie gegensteuern? FDP-Politiker Kuhle wirbt bei ZDFheute live für einen gemäßigten Kurs.

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38 min

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

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