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Datenauswertung - Wo das Virus erfolgreich eingedämmt wird

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Die Kurve der Neuinfektionen geht steil nach oben. Trotzdem melden einige Landkreise sinkende Zahlen - oder hatten noch nie besonders viele Corona-Fälle. Eine Datenauswertung.

Bundesstraße in Holzminden
Bundesstraße bei Holzminden. Hier im Landkreis gibt es aktuell im Schnitt die wenigsten Neuinfektionen in Deutschland.
Quelle: dpa

Die zweite Welle der Corona-Infektionen ist in vollem Gange. Nach dem ersten Teil-Lockdown im Berchtesgadener Land letzte Woche müssen auch die Menschen im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn mit schärferen Regeln umgehen. Experten raten - um die Pandemie wieder unter Kontrolle zu bekommen - zu kurzzeitigen Lockdowns im Monatsrhythmus.

Doch es gibt auch positive Entwicklungen im Kampf gegen das Virus. ZDFheute hat die Daten der Neuinfektionen in deutschen Landkreisen und Städten seit dem letzten Corona-Gipfel am 14. Oktober ausgewertet:

Den größten Rückgang der Neuinfektionen kann der Landkreis Wesermarsch vermelden. Dort war am Tag der letzten Sitzung des Corona-Kabinetts der Höchststand von 68 Fällen registriert worden. Heute wurden nur noch 22 Fälle gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz, also die durchschnittlichen Neuinfektionen der letzten sieben Tage je 100.000 Einwohner, liegt hier bei 23.

Ebenfalls erfolgreich konnte der Landkreis Regen das Infektionsgeschehen eindämmen. Dort stiegen die Zahlen nach dem letzten Corona-Gipfel weiter und erreichten den Höchstwert der Neuinfektionen am 19. Oktober bei 113 Fällen an einem Tag. Heute wurden nur noch 56 Fälle gemeldet.

Anfang Oktober war es im Landkreis Regen zu einem Virusausbruch in einem Gymnasium gekommen. Das Landratsamt empfahl damals, auf Feiern in privaten Räumen zu verzichten oder zumindest die Teilnehmerzahl deutlich zu beschränken. Auch eine Maskenpflicht für Schüler ab der fünften Jahrgangsstufe wurde eingeführt, sofern in den Klassenräumen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist.

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Dass die Zahlen nun wieder sinken sei erfreulich, so Landkreis-Pressesprecher Heiko Langer gegenüber ZDFheute, es sei aber schwer festzumachen, ob bestimmte Maßnahmen dafür verantwortlich seien. Als kleiner Landkreis käme es durch jeden Ausbruch des Virus zu Schwankungen in der 7-Tage-Inzidenz. Was er aber sagen kann: "Die Nachverfolgung der Fälle ist gewährleistet", jedem Fall werde nachgegangen.

Rückläufige Infektionszahlen gibt es außerdem in Dessau-Roßlau, in Erlangen und im Landkreis Leer.

Auf recht konstantem Niveau bewegen sich die Infektionszahlen im Werra-Meißner-Kreis, in Frankfurt an der Oder, im Landkreis Oder-Spree und in Amberg.

Im Kreis Amberg sank die Zahl der Neuinfektionen in den letzten zwei Wochen zwischenzeitlich, liegt aber heute beim selben Wert wie am 15. Oktober: 33 neue Fälle wurden heute gemeldet.

Einige Regionen geben dem Virus wenig Chancen

Doch es gibt auch Regionen, in denen sich das Coronavirus ohnehin schon kaum ausbreiten konnte:

In Eisenach wurden noch nie mehr als 12 Infektionen an einem Tag gemeldet, meist waren es einstellige Fallzahlen. Seit Beginn der Pandemie wurden hier insgesamt weniger als 900 Corona-Fälle registriert. Auch jetzt in der zweiten Welle liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 7, dem zweitniedrigsten Wert in ganz Deutschland.

Ein weiteres Beispiel für einen erfolgreichen Kampf gegen das Virus liefert Holzminden: Dort hatte es in der ersten Welle im März und April insgesamt gut 1.000 Infektionen gegeben. Seit dem 24. April wurden jedoch nur noch einstellige Neuinfektionen gemeldet, im Mai und Juni gab es so gut wie gar keine neuen Infektionen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt hier bei vier, der niedrigste Wert im Land.

Auch hier sei es schwer zu benennen, was die Entwicklung so positiv beeinflusst. Gegenüber ZDFheute heißt es aus dem Landratsamt, man habe seit dem Beginn der Pandemie eine glaubwürdige Politik gemacht, die Maßnahmen würden von der Bevölkerung mit viel Disziplin umgesetzt. Es sei aber auch so, dass aufgrund der geringen Einwohnerzahl schon kleinere Infektionsherde die 7-Tage-Inzidenz schnell in die Höhe treiben.

Wie sieht es bei Ihnen aus? Die Lage vor Ort:

Man sieht verschiedene Menschengruppen, also Cluster, die mit dem Corona-Virus (symbolisch) infiziert sind.

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Wie Corona-Cluster entstehen
 

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