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Verwirrung um Begriffe - Was Quarantäne und Isolierung bedeuten

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Corona-Infizierte müssen in Isolation. Für Menschen, die lediglich Kontakt mit Infizierten hatten, gilt die Quarantäne. Alles klar? Die beiden Begriffe im Überblick.

Die EU will die Quarantäne für Reisende aus Risikogebieten verkürzen. Das würde die Quarantänezeit in Deutschland von bislang 14 auf zehn Tage verkürzen.

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Quarantäne oder Isolierung - beide Begriffe scheinen in der Alltagssprache mitunter synonym gebraucht zu werden. Doch im epidemiologischen Kontext gibt es klare Unterschiede.

Quarantäne: Absonderung von Kontaktpersonen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) grenzt beide Begriffe voneinander ab: Demnach heißt Quarantäne im engeren Sinne, dass Personen zeitweilig abgesondert werden, die Kontakt zu Menschen mit hochansteckenden Krankheiten hatten und damit unter Verdacht stehen, sich infiziert zu haben. Corona-Quarantäne wird angeordnet, weil jemand ansteckungsverdächtig ist, ohne selber krank oder krankheitsverdächtig zu sein. Das RKI empfiehlt, 14 Tage lang Zuhause zu bleiben.

Isolierung betrifft infizierte Menschen

Die Isolierung ist laut RKI eine spezielle Form der Absonderung. Isoliert werden Personen, von denen eine "erhöhte Infektionsgefahr für die Umgebung ausgeht oder die dessen verdächtig sind". In Isolation müssen demnach "einschlägig Erkrankte". Laut Gesundheitsministerium betrifft eine Isolierung oder Isolation Menschen, die infiziert sind und das Virus ausscheiden.

Es gibt verschiedene Abstufungen der Isolierung und den damit verbundenen Hygieneregeln. Diese hängen davon ab, wie ansteckend und gefährlich ein Erreger ist. Für Menschen mit diagnostizierter Covid-19-Erkrankung und leichten Symptomen gilt laut RKI etwa eine häusliche Isolierung.

Drostens Podcast sorgte für Missverständnisse

Derzeit läuft eine Debatte um eine Verkürzung der Quarantäne- und der Isolations-Zeiten, wobei die Begriffe mitunter durcheinander geraten. Der aus seinem Urlaub zurückgekehrte Chef-Virologe der Berliner Charité, Christian Drosten, hatte am Dienstag in seinem NDR-Podcast vorgeschlagen, die Isolationszeit von Menschen von 14 auf fünf Tage zu verkürzen.

Fälschlicherweise wurde seine Aussage erst so interpretiert, dass er eine Verkürzung der Quarantäne gefordert habe. Auch ZDFheute stellte dies in einer ersten Version eines Artikels so dar.

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Am Freitagabend schob Drosten dann auch einen Vorschlag zur Quarantäne nach. Zu Menschen mit bloßem Verdacht auf eine Infektion, also wenn jemand keine Symptome hat und noch nicht getestet wurde, sagte er: "Hier macht man 14 Tage Quarantäne und wartet auf die Entwicklung von Symptomen". Derzeit laufe auf EU-Ebene eine Diskussion, ob man diesen Zeitraum auch auf zehn Tage reduzieren könne. Dies schloss auch Drosten nicht aus:

Ich denke, das geht. Ich kann mir auch vorstellen, dass man sogar noch ein paar Tage weiter reduzieren kann, zum Beispiel auf sieben Tage.
Christian Drosten, Virologe

Bundesregierung hält sich bei Verkürzungen bedeckt

Ob die Bundesregierung die Zeiten verkürzt, ist unklar. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Freitag, man halte sich an die Empfehlungen des RKIs und wolle nun die Studien-Lage auswerten lassen.

Auf EU-Ebene einigten sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit seinen Kollegen indes auf eine europaweit geltende zehntätige Quarantäne für Rückkehrer aus Risikogebieten. In Deutschland galten bislang 14 Tage.

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