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"Querdenken"-Demo in Leipzig - Linke: "Potenzielles Super-Spreader-Event"

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"Potenzielles Super-Spreader-Event" und "durchgehend ignorierte" Hygieneauflagen "unter den Augen der Polizei": Die Linke fordert nach der Corona-Demo in Leipzig Aufarbeitung.

Am Morgen hatte das OVG die Verlegung gekippt, mittags waren schon Tausende "Querdenker" in der Leipziger City unterwegs. Nun hat die Stadt die Protestaktion vorzeitig beendet.

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Nach der Eskalation von Protesten gegen Corona-Maßnahmen in Leipzig werden Forderungen nach einer politischen Aufarbeitung der Geschehnisse laut. Die Grünen in Sachsen forderten Konsequenzen:

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Kritik an Zulassung der Demo durch das OVG Bautzen

Auch der SPD-Landtagsabgeordnete Albrecht Pallas forderte eine Auswertung in einer Sondersitzung des Innenausschusses. Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) kritisierte derweil die Zulassung der "Querdenken"-Demonstration durch das Oberverwaltungsgericht (OVG). Es sei unverantwortlich eine solche Versammlung mit mehr als 16.000 Menschen in Zeiten der Corona-Pandemie in der Leipziger Innenstadt zuzulassen, teilte er mit.

Teilnehmer der «Querdenken»-Demonstration in Leipzig.
Teilnehmer der "Querdenken"-Demonstration in Leipzig.
Quelle: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Die Polizei teilte am Samstagabend mit, dass sie 32 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet und sieben Straftaten - darunter Urkundenfälschung, Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte - verzeichnet habe. Laut Angaben des Lagezentrums war die Situation am frühen Sonntagmorgen ruhig.

Die Linke sprach auf Twitter von Staatsversagen und einem Ereignis mit vielen Dimensionen.

Wir haben ein potenzielles Super-Spreader-Event erlebt.
Die LINKE Sachsen auf Twitter

"Wir haben erlebt, wie auf dieser Veranstaltung gültige Hygieneauflagen unter den Augen der Polizei durchgehend ignoriert worden sind", so der sächsische Landesverband weiter.

20.000 gegen die Corona-Maßnahmen

In Leipzig hatten am Samstag mindestens 20.000 Menschen aus ganz Deutschland gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung protestiert. Zunächst verlief die Kundgebung am Augustusplatz größtenteils friedlich. Dann löste die Stadt Leipzig den Protest auf, weil viele Menschen keine Mund-Nasen-Bedeckung trugen und den Mindestabstand nicht einhielten. Doch Tausende widersetzten sich der Auflösung und marschierten auf dem Innenstadtring.

Man habe die Masse über den Ring ziehen lassen, weil man sie nur unter Einsatz massiver Gewalt hätte zurückhalten können, sagte Polizeisprecher Olaf Hoppe. Es habe etliche Festnahmen gegeben. "Die Eskalation und das rücksichtslose Verhalten der sogenannten Querdenker sind erschütternd. Das sind Chaoten", schrieb Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) auf Twitter.

Die Stadt hatte die Demo eigentlich aus Infektionsschutzgründen an den Stadtrand verlegen wollen. Das Verwaltungsgericht Leipzig hatte dies bestätigt, das OVG entschied anders: Es erlaubte eine Kundgebung mit 16.000 Teilnehmern. Aufzüge blieben untersagt.

Man sieht verschiedene Menschengruppen, also Cluster, die mit dem Corona-Virus (symbolisch) infiziert sind.

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