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Reisewarnung für 27 Länder endet - Was Sie bei Europareisen wissen müssen

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Viele Grenzen in Europa sind wieder offen, die Reisewarnung für die meisten europäischen Länder aufgehoben. Was heißt das? Wo drohen Fallstricke beim Reisen? Fragen und Antworten.

Für welche Länder ist die Reisewarnung aufgehoben?

Das Auswärtige Amt hat die Reisewarnung für 27 europäische Länder aufgehoben und sie durch Reisehinweise ersetzt. Diese enthalten unter anderem Informationen über besondere Einreisebestimmungen und Auflagen im Zusammenhang mit Covid-19.  

Zu den 27 Ländern gehören zwar auch Großbritannien, Irland und Malta. Dennoch rät die Bundesregierung von Reisen in diese drei Länder "dringend" ab, weil nach der Ankunft eine 14-tägige Quarantänepflicht besteht.

Was genau bedeutet eine Reisewarnung?

Das Auswärtige Amt spricht Reisewarnungen aus, wenn davon ausgegangen wird, "dass jedem Reisenden eine konkrete Gefahr für Leib und Leben droht". Dieser Schritt macht es möglich, dass gebuchte Reisen kostenlos storniert werden können. Wer trotzdem fährt, nimmt in Kauf, dass der Versicherungsschutz eingeschränkt ist.

Warum wird vor Reisen nach Spanien, Finnland, Norwegen und Schweden weiter gewarnt?

Spanien, Norwegen und Finnland müssen erst noch ihre Einreisesperre für Ausländer aufheben.

  • In Spanien ist das für den 21. Juni geplant. Auch die bisher geltende 14-tägige Quarantänepflicht entfällt dann. Nach Mallorca und auf andere Balearen-Inseln sind bereits die ersten Urlauber aus Deutschland aufgebrochen.
  • In Finnland gilt die Einreisesperre für Touristen aus Deutschland bis zum 14. Juli.
  • In Norwegen gilt die Einreisesperre vorerst unbefristet. Nach der Ankunft im Land der Fjorde ist eine zehntägige Quarantäne vorgeschrieben. Bis zum 20. Juli will die Regierung in Oslo das Vorgehen überprüfen.
  • Schweden hat die Grenzen für EU-Bürger geöffnet, doch die Bundesregierung hält die Warnung wegen der vergleichsweise hohen Zahl der Neuinfizierten aufrecht.

Was ist mit den Ländern außerhalb der EU?

Die Bundesregierung hatte vor drei Monaten eine weltweite Reisewarnung ausgesprochen. Für mehr als 160 Länder außerhalb der EU verlängerte sie jetzt die Warnung bis zum 31. August. Ausnahmen sind jedoch für Staaten möglich, in denen das Coronavirus ausreichend eingedämmt ist.

Wo drohen beim Reisen Fallstricke oder unangenehme Überraschungen?

Eines ist klar: Dieses Jahr wird der Urlaub nicht so unbeschwert ablaufen wie vor Corona. Überall gelten Abstands- und Hygieneregeln, wobei die Einschränkungen unterschiedlich streng sind.  

In Italien beispielsweise sind neben einem Mundnase-Schutz auch Einweghandschuhe in vielen Geschäften vorgeschrieben. In der norditalienischen Region Lombardei, die von Covid-19 hart getroffen war, gilt Maskenpflicht im gesamten öffentlichen Raum. Wer in Italien ein Museum besuchen will, muss damit rechnen, dass erst die Körpertemperatur gecheckt wird. Ist sie zu hoch, werden unter Umständen die Gesundheitsbehörden eingeschaltet.

Griechenland-Urlauber müssen sich darauf einstellen, dass sie bei der Einreise auf Covid-19 getestet werden können.

Griechenland lässt wieder Touristen aus zahlreichen Ländern, darunter Deutschland, einreisen.

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Frankreich hat auch eine Reihe von Regeln, die Urlauber beachten sollten, ansonsten drohen Strafen: Vor allem in Bahnhöfen, Zügen und Bussen müssen Reisende ab elf Jahren Gesichtsmasken tragen. Im Großraum Paris dürfen Métro und Busse zu Stoßzeiten nur mit triftigem Grund genutzt werden. In einigen Städten kann eine lokal angeordnete Maskenpflicht auch im öffentlichen Raum gelten.

Worauf muss ich beim Urlaub mit dem Auto achten?

Wer etwa eine Reise mit dem Auto plant, sollte unbedingt die Regelungen in den Transitländern im Auge behalten. So können sich Italien-Urlauber zwar auf dem Hinweg in Österreich einen Zwischenstopp mit Übernachten gönnen, auf dem Rückweg aber nur unter bestimmten Bedingungen. Die Einreise aus Italien ist nur möglich, wenn ein Gesundheitszeugnis mit Test, das nicht älter als vier Tage ist, vorgelegt werden kann. Die Schweiz hingegen macht solche Einschränkungen nicht.

Auch bei einem Roadtrip nach Portugal sind die Bestimmungen in den Transitländern zu bedenken. Wer aus Spanien kommt, sollte keine Übernachtung in Frankreich einplanen, nur Durchreisen sind derzeit erlaubt. Griechenland-Urlauber können nicht über den Seeweg nach Griechenland - etwa von Italien aus - reisen. Die Fähren sind derzeit noch ausgesetzt.

Wer also im Urlaub unangenehme Überraschungen vermeiden will, sollte sich sehr genau informieren. Die EU-Kommission hat auch die Website reopen.europa.eu mit vielen Infos eingerichtet.

Was wo gilt – ein Überblick:

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