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Braun: Präziser bei Corona-Ausbrüchen handeln

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Kanzleramtschef im ZDF - Braun: Präziser bei Corona-Ausbrüchen handeln

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Nach regionalen Coronaausbrüchen wird es weiter Maßnahmen geben, jedoch sollen diese präziser und "kleinräumiger" sein, sagt Kanzleramtschef Helge Braun im ZDF-Morgenmagazin.

Kanzleramtsminister Helge Braun zu den geplanten Reisebeschränkungen für regionale Corona-Hotspots: "Wir wollen schneller, kleinräumiger und präziser vorgehen".

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Bund und Länder wollen heute ihre Gespräche über mögliche lokale Ausreisesperren in Regionen mit starkem Corona-Ausbruch fortsetzen. Der Bund setzt auf solche Überlegungen, aus den Bundesländern kam dazu ein geteiltes Echo. Regierungssprecher Steffen Seibert machte deutlich, dass Kanzlerin Angela Merkel Sympathien für den Vorschlag habe, "dass bei lokalen Corona-Ausbrüchen die Menschen in den betroffenen Gebieten erst einmal zu Hause bleiben".

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) argumentiert dagegen: Er könne sich kein Szenario vorstellen, "in dem wir einen gesamten Landkreis mit einer Ausreisesperre belegen". Sachsen hat im Vergleich zu anderen Bundesländern recht große Landkreise. Auch der deutsche Landkreistag hält nichts von der Idee.

Maßnahmen sollen "kleinräumiger" werden

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) verteidigte die Überlegungen im ZDF-Morgenmagazin: Es sei nicht der Vorschlag des Kanzleramts gewesen, ganze Landkreise zu sperren, das sei nur die Praxis am Anfang der Corona-Pandemie gewesen. In Zukunft wolle man gezielter auf das Infektionsgeschehen reagieren:

Wir wollen noch präziser werden.
Helge Braun

"Das Ziel ist, dass wir unsere Verfahren, die wir schon die ganze Zeit haben, nach den Erfahrungen der letzten Ausbrüche nochmal so verändern, dass wir kleinräumiger vorgehen", sagte Braun. Es können also auch nur Teile von Landkreisen oder einzelne Betriebe und Kommunen von den Maßnahmen betroffen sein.

Die Politik diskutiert über Reisebeschränkungen in und aus Corona-Hotspots. Doch wie soll das funktionieren, ohne zu tief in die Grundrechte einzugreifen?

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Maßnahmen sollen schneller wieder enden

Laut Braun sollen die Maßnahmen auch schneller wieder enden als zu Beginn der Krise. Der Fall Tönnies habe gezeigt, dass man in der Lage sei, sehr schnell Testkapazitäten in die betroffenen Gebiete zu bringen. Das Testen der Betroffenen kann damit schneller durchgeführt werden und die Beschränkungen für die Bevölkerung schon nach einigen Tagen wieder enden und nicht wie im Frühjahr erst nach Wochen.

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