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Kelber rügt laxen Umgang mit Corona-Daten

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Datenschutzbeauftragter - Kelber rügt laxen Umgang mit Corona-Daten

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Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber rügt den laxen Umgang in der Gastronomie mit Corona-Daten. Diese müssten kürzer aufbewahrt und besser vor Zugriff geschützt werden.

Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Ulrich Kelber, spricht in der Bundespressekonferenz zu Journalisten.
Der Datenschutzbeauftragte Kelber meidet Restaurants, die sorglos mit Kundendaten umgehen.
Quelle: dpa

Der Bundesdatenschutzbeauftragte rügt einen zu laxen Umgang mit Corona-Kontaktdaten in der Gastronomie. In einigen Restaurants und Cafés würden einfachste Datenschutz-Regeln missachtet, sagte Ulrich Kelber (SPD) der "Funke Mediengruppe".

Problem: Daten von Gästen in Restaurants werden zu lange aufbewahrt

"Es gibt offene Listen an den Eingängen, alle Beschäftigten des Betriebes können Einblick nehmen, die Daten der Gäste werden viel zu lange aufbewahrt und es fehlen technische Sicherungsmaßnahmen."

Kelber sagte: "Wer möchte, dass die Leute in diese Listen nicht Micky Maus reinschreiben und als Telefonnummer 123456, der sollte die Datenerhebung auf ihre Kernfunktion - den Infektionsschutz - zurückführen."

Kritik an Gästelisten und Corona-App

Beitragslänge:
7 min
Datum:

Rat: Gaststätten meiden, die nicht gut mit Daten umgehen

Zum Beispiel könnten Umschläge auf den Tischen liegen, die sofort verschlossen werden.

Und nach 14 Tagen werden die Daten gelöscht, indem die verschlossenen Umschläge in den Reißwolf kommen.
Ulrich Kelber

Der Datenschutzbeauftragte riet Bürgern indirekt dazu, Restaurants zu meiden, die unsachgemäß mit Corona-Kontaktdaten umgehen.

"Ich halte mich persönlich an Gesetze und trage keine falschen Daten ein. Aber ich habe Gastronomen auch schon gesagt: Wenn die Daten in einer Form erhoben werden, die nicht legitim ist, kann man mit mir als Gast nicht rechnen."

Zugriff auf eklatante Fälle beschränken

Aus Kelbers Sicht hätte es den Sicherheitsbehörden gut angestanden, ihren Zugriff auf Kontaktdaten - wenn überhaupt - auf wenige, besonders eklatante Fälle zu beschränken.

"Wer diese Daten auch bei Fahrerflucht nach einem Blechschaden benutzt, zerstört Vertrauen. Der Staat kann nicht versprechen, diese Daten zum Infektionsschutz zu verwenden - und dann greift die Polizei im großen Stil darauf zurück."

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