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Deutsche Risikogebiete: Welche Regeln gelten

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Steigende Corona-Fallzahlen - Deutsche Risikogebiete: Welche Regeln gelten

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Auch in Deutschland steigen die Corona-Fallzahlen. Vier Bundesländer schreiben eine Quarantänepflicht für Rückkehrer aus inländischen Risikogebieten vor. Ein Überblick.

Reisende mit Atemschutzmasken am Hauptbahnhof in Frankfurt am Main.
Hauptbahnhof in Frankfurt am Main: Wer in den Herbstferien verreisen will, sollte auch die inländischen Fallzahlen im Blick behalten.
Quelle: dpa

Es klang recht einfach, was Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vergangene Woche im ZDF-Morgenmagazin empfahl:

Man kann ja auch Urlaub im Inland machen.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)

Doch auch in Deutschland steigen die Fallzahlen. Das Robert-Koch-Institut weist am Sonntag sechs Gebiete aus, in denen die Zahl der Neuinfektionen kritisch ist: die Städte Remscheid und Hamm, den Landkreis Vechta und die drei Berliner Bezirke Mitte, Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg.

Dort meldeten die Gesundheitsämter innerhalb der vergangenen sieben Tage durchschnittlich mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Das nennt man 7-Tage-Inzidenz. Sie ist eine Grundlage dafür, ob eine Region als Risikogebiet eingestuft wird.

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Herbstferien: Urlaub im deutschen Risikogebiet?

Morgen beginnen in einigen Bundesländern die Herbstferien, und Urlaub im Inland kann also auch bedeuten: Urlaub im Risikogebiet. Vier Bundesländer schreiben eine Quarantänepflicht für Rückkehrer aus innerdeutschen Risikogebieten vor: Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein. Die Pflicht entfällt in Berlin, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein, wenn Rückkehrer ein negatives Testergebnis vorlegen können. Mecklenburg-Vorpommern ist besonders streng: Hier gilt auch dann eine verkürzte Quarantäne, wenn ein negatives Testergebnis vorgelegt wird.

Eine Übersicht über die Regeln finden Sie hier:

Grafik: Corona Regelungen der Bundesländer für Reisende
Grafik: Corona Regelungen der Bundesländer für Reisende
Quelle: ZDF

Gefahr des Flickenteppichs beim Thema Risikogebieten

Bundesländer und Landkreise können in der Pandemie recht individuell reagieren. So etwa, wenn sie präventiv gegen steigende Fallzahlen vorgehen wollen. Der bayerische Ministerpräsident Söder kündigte zuletzt eine Ausweitung der Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen und ein Alkoholverbot an. Wo und ob das umgesetzt wird, sollen die Kommunen vor Ort aber selbst entscheiden.

Individuell gehen die Länder auch mit der Ausweisung von innerdeutschen Risikogebieten um. Und hier liegt ein Problem: das der großen Uneinheitlichkeit und eines Flickenteppichs an Regeln und Begriffen. So wies Schleswig-Holstein am Sonntag als dritten Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg als Risikogebiet aus. Bremen dagegen beruft sich auf das RKI, das innerdeutsche Risikogebiete gar nicht vorsieht, sondern lediglich internationale ausweist. Auch der Begriff ist nicht bei allen gleich - Baden-Württemberg spricht von "Infektions-Hotspots", Hessen nennt das "Gebiete mit erhöhtem Infektionsrisiko".

Tipps für Reisende im Herbst

Wer künftig in Deutschland Urlaub macht, muss demnach mehrere Dinge im Blick behalten:

  • Wie hoch sind die aktuellen Fallzahlen an meinem Urlaubsort?
  • Gilt mein Urlaubsort laut den Bestimmungen in meinem Heimat-Bundesland als Risikogebiet?
  • Falls ja: Wie sind die Beherbergungsregeln in meinem Urlaubsort?
  • Falls ich in ein Risikogebiet reise oder es während meines Aufenthalts als solches ausgewiesen wurde: Welche Quarantäne- und Test-Pflichten gelten für mich nach meiner Rückkehr?

Die Infektiologin Susanne Herold von der Uni Gießen rät im ZDF dazu, am besten zu Hause zu bleiben oder in Deutschland Urlaub zu machen - allerdings in Regionen, in denen das Virus im Moment nicht kursiere.

Die Herbstferien stehen vor der Tür. Dennoch haben die wenigsten Reisen geplant oder gebucht. Dies liegt vor allem an der unsicheren Corona-Lage und den vielen Risikogebieten.

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1 min
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Weiterhin gelten die AHAL-Empfehlungen des Bundesgesundheitsministeriums: Abstand halten, Hygiene, Alltagsmasken tragen und - in Räumen - regelmäßiges Lüften:

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