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Röttgen wirft Laschet "Profilierung" vor

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Kritik an Corona-Politik - Röttgen wirft Laschet "Profilierung" vor

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Der Kandidat für den CDU-Vorsitz, Norbert Röttgen, kritisiert die Corona-Politik seines Konkurrenten Armin Laschet. Dieser wolle sich parteipolitisch profilieren.

Der CDU-Politiker Norbert Röttgen bei einer Pressekonferenz. Röttgen bewirbt sich um den Vorsitz seiner Partei - seinen Konkurrenten Armin Laschet kritisiert er für dessen Corona-Politik.
Norbert Röttgen ist Kandidat für den CDU-Vorsitz - er kritisiert seinen Konkurrenten Armin Laschet für dessen Corona-Politik.
Quelle: dpa

Zuletzt hielten die Kandidaten für den CDU-Vorsitz sich eher zurück mit Attacken gegen ihre Mitbewerber. Nun aber schießt Norbert Röttgen eine Breitseite gegen den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet und wirft ihm vor, sich mit der Corona-Krise parteipolitisch profilieren zu wollen.

Nach dem Erfolg der ersten fünf Wochen haben sich aus taktischen und parteipolitischen Interessen heraus die Lockerungsforderungen verselbstständigt.
Norbert Röttgen, Kandidat für den CDU-Vorsitz

Das sagte Röttgen dem "Tagesspiegel am Sonntag". Konkret angesprochen auf Laschet sagte der CDU-Außenexperte, der Lockdown werde nun oft dargestellt als eine eigene Gefahr, und zwar für die Wirtschaft: "Das ist ein Denkfehler, den ich bei jedem kritisiere, der ihn macht."

Röttgen: Erst die Pandemie unter Kontrolle bringen

Wenn man die Pandemie nicht unter Kontrolle bringe, werde auch die Wirtschaft weiter leiden, mahnte Röttgen. "Politiker und Parteien, die diese beiden Aspekte in der Regel aus taktischen Gründen vermengen, schwächen uns in der Bekämpfung einer so großen Gefahr wie dieser Pandemie", sagte der Außenexperte, ohne Laschet namentlich zu nennen.

Diesen Regionen droht erneut der Lockdown

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Zustimmung für die Kanzlerin

Es gehe hier "um Profilierung". Er stimme ausdrücklich der Kanzlerin zu, die das Vorgehen einiger Ministerpräsidenten als zu forsch bezeichnet hatte, sagte Röttgen, der ebenfalls aus Nordrhein-Westfalen stammt. [Mehr zu Armin Laschets Vorgehen in der Corona-Krise sehen Sie hier. ]

Röttgen äußerte ferner die Sorge, dass der Klimaschutz wegen der Corona-Krise wie in der Finanzkrise zum nachrangigen Thema wird. "Das ist ganz objektiv zu befürchten", sagte der frühere Bundesumweltminister. [Lesen Sie hier, was der Sachverständigenrat für Umweltfragen der Politik in Sachen Klimaschutz empfiehlt.]

Wirtschaft soll sich nachhaltiger ausrichten

Gerade jetzt müsse man aber langfristig und strategisch investieren, so Röttgen, was auch bedeute, dass die Wirtschaft sich nachhaltiger ausrichten sollte:

Auch in der Krise müssen Wirtschaft und Klima nicht im Gegensatz zueinander stehen.
Norbert Röttgen, Kandidat für den CDU-Vorsitz

Röttgen, Laschet und der frühere Unions-Fraktionschef Friedrich Merz gelten als aussichtsreiche Kandidaten für den CDU-Vorsitz. Parteichefin Kramp-Karrenbauer hatte im Februar ihren Rückzug als Parteivorsitzende angekündigt.

Parteitag der CDU wohl erst Ende 2020

Der eigentlich im April geplante Sonderparteitag fand wegen der Corona-Pandemie nicht statt. Kramp-Karrenbauer hatte zuletzt einen Sonderparteitag vor dem langfristig geplanten Parteitag Ende 2020 ausgeschlossen.

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer verlässt eine Pressekonferenz, nachdem sie mitgeteilt hat, dass sie auf eine Kanzlerkanditatur verzichtet. In Berlin am 10.02.2020

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