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Schulen und Kitas dicht - ein Überblick

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Corona-Vorsichtsmaßnahme - Schulen und Kitas dicht - ein Überblick

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Flächendeckend bleiben in Deutschland Schulen und Kitas ab kommender Woche dicht. Ein Überblick über die Regelungen in den Bundesländern.

Leeres Klassenzimmer.
Leeres Klassenzimmer.
Quelle: Marijan Murat/dpa/Symbolbild/Archiv

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, haben sich die Bundesländer dazu entschlossen, Schulen und Kitas vorerst zu schließen.

Baden-Württemberg macht von Dienstag an seine Schulen und Kindertagesstätten dicht - inklusive Osterferien bis zum 19. April. Polizisten, Pfleger, Ärzte, Busfahrer und Feuerwehrleute sollen bei der Kinderbetreuung unterstützt werden, damit die Infrastruktur weiter funktioniere, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Der Semesterstart an Hochschulen und Universitäten wird auf nach Ostern verschoben.

In Bayern bleiben Schulen und Kitas ebenfalls bis Ende der Osterferien am 19. April geschlossen, sagte Ministerpräsident Markus Söder. Für einige Kinder in Kitas und Schulen (Klasse 1 bis 6) soll eine Notfallbetreuung eingerichtet werden - und zwar für die Fälle, in denen nur ein Elternteil das Kind betreuen kann, aber zugleich in einem systemkritischen Beruf arbeitet, wie Ärzte, Polizisten oder Krankenpfleger.

Berlin will ab der nächsten Woche stufenweise seine Schulen und Kitas schließen. Die Schließungen sollen am Montag mit den Oberstufenzentren beginnen, wie die Senatskanzlei mitteilte. Ab Dienstag sind zudem alle Kitas dicht. Wie der RBB berichtet, dauern die Schließungen bis zum Ende der Osterferien am 19. April.

Brandenburg setzt den regulären Schulunterricht ab Mittwoch vorerst aus. Das teilte Ministerpräsident Dietmar Woidke nach einer Sondersitzung des Kabinetts mit. Der Schulbesuch sei weiter möglich, aber nicht mehr verpflichtend. Die Zeit am Montag und Dienstag können die Lehrkräfte laut Landesregierung nutzen, um Tages- und Wochenpläne für die Schüler zu erstellen. Lehrstoffe könnten so durchgearbeitet werden. Auch das Abitur sei nicht gefährdet, hieß es bei einer Pressekonferenz in Potsdam.

Bremen schließt ab Montag bis einschließlich 14. April Schulen und Kitas, teilte der Senat nach einer Sondersitzung mit. Für Beschäftigte im Gesundheitswesen, bei der Polizei und Feuerwehr soll es eine Notbetreuung für die Kinder geben.

Schulen und Kitas geschlossen - das sind die Folgen:

Hamburg stellt den Schulbetrieb vorerst bis zum 29. Marz ein, ebenso den Regelbetrieb in den Kitas. Eine Verlängerung ist denkbar, hieß es. Eine Notbetreuung soll eingerichtet werden für Kinder unter 14 Jahren und Kinder mit Behinderungen. Auch die Hamburger Hochschulen stellen ab Montag den Regelbetrieb ein.

In Hessen schließen alle Kitas, Unterricht findet ebenfalls nicht mehr statt bis zum Ende der Osterferien am 19. April. Für eine begrenzte Betreuung sollen die Schulen offen bleiben - das gilt für Kinder, deren Eltern Berufe ausüben, die zur Bewältigung der Krise wichtig sind - etwa Mediziner, Pfleger, Polizei.

In Mecklenburg-Vorpommern bleiben von Montag an Schulen und Kitas flächendeckend geschlossen. Das verkündete Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Samstag am Rande einer Sondersitzung ihres Kabinetts.

In Niedersachsen bleiben von Montag an alle Schulen und Kindertagesstätten für vier Wochen geschlossen. Auch dort soll eine Notbetreuung für Kinder eingerichtet werden, deren Eltern in medizinischen Berufen arbeiten, aber auch bei Polizei und Feuerwehr, teilte die Landesregierung in Hannover mit. Die Schulen sollen nach den bisherigen Plänen am 20. April wieder öffnen. Abiturienten sollen allerdings schon am 15. April wieder an die Schulen kommen.

Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen bleiben Schulen und Kitas einschließlich der Osterferien bis 19. April geschlossen, wie Ministerpräsident Armin Laschet am Freitag mitteilte. Um insbesondere für Pflegekräfte, ärztliches Personal sowie Beschäftigte bei Polizei und Justiz die Kinderbetreuung sicherzustellen, öffneten die Schulen noch einmal am Montag und Dienstag, sagte er. Für Kindertagesstätten gelte ab Montag sogar ein Betretungsverbot. Ausnahmen würden vor Ort organisiert.

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Rheinland-Pfalz schließt seine mehr als 2.500 Kitas und rund 1.600 Schulen bis Ende der Osterferien am 19. April, wie das Bildungsministerium mitteilte. Eine Notbetreuung werde vor Ort ermöglicht. Die ab Montag geplanten Prüfungen für das mündliche Abitur sollen erst in der Woche ab dem 23. März 2020 stattfinden.

Zuvor hatte bereits das Saarland angekündigt, ab Montag alle Schulen und Kindertageseinrichtungen zu schließen. Die Regelung gilt bis zum 26. April. Gesunde Lehrkräfte sollen in den Schulen weiterhin die Abschlussprüfungen vorbereiten. Schulmaterialien würden sowohl digital als auch in Papierform vorbereitet. Ministerpräsident Tobias Hans begründete die Maßnahme mit der Nähe zur französischen Nachbarregion Grand-Est, die besonders stark von dem Virus betroffen ist.

Sachsen will die die Schulpflicht ab Montag aussetzen. Der Plan sehe vor, dass ab Montag alle Eltern, die ihre Kinder selbst betreuen oder anderweitig eine Betreuung absichern können, ihre Kinder nicht mehr in die Schule schicken, teilte das Kultusministerium mit. Unterricht werde nicht erteilt. "Eine Entscheidung, ab wann Schulen und Kitas bis zum 17. April komplett geschlossen werden, wird im Laufe der kommenden Woche getroffen", teilte das Kultusministerium mit.

In Sachsen-Anhalt werden Schulen und Kitas flächendeckend bis zum Ende der Osterferien am 13. April geschlossen. Für Notsituationen werde es Unterrichtsangebote geben. Eine Notbetreuung in Grundschulen, Horten und Kindertageseinrichtungen werde gesichert. Für alle Schüler solle es Möglichkeiten geben, die Abschlussprüfungen abzulegen.

Schulen und Kitas in Schleswig-Holstein bleiben von Montag an ebenfalls bis zum 19. April geschlossen, wie die Regierung mitteilte. Alle Abschlussprüfungen, insbesondere die Abiturprüfungen, werden auf die vorgesehen Alternativtermine nach den Osterferien verlegt. Kinder der Klassen eins bis sechs und Kitakinder werden weiterhin betreut, wenn deren Eltern in einem für die Versorgung wichtigen Beruf arbeiten.

Angesichts der steigenden Zahl an Infektionen mit dem Coronavirus beschloss Thüringen die Schließung von Schulen und Kitas ab Dienstag. Das teilte Bildungsminister Helmut Holter mit. Die Regelung gelte zunächst bis zum Ende der Osterferien am 19. April. Abschlussprüfungen würden wie geplant vorbereitet und zu den vorgesehenen Terminen durchgeführt.

Dürfen Eltern zuhause bleiben, wenn Schulen und Kitas wegen des Coronavirus schließen? Rechtsexpertin Sarah Tacke mit einer Einschätzung im Video:

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