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Kubicki-Kritik zurückgewiesen - Söder: Zahlen in anderen Bundesländern höher

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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder weist die Kritik, in Bayern gebe es die höchste Todesrate, zurück. Es brauche jetzt keine Debatte darüber, wer schuld ist, sagte er im ZDF.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Vorwürfe von Wolfgang Kubicki (FDP), Bayern habe die höchsten Todesraten in Deutschland zu verantworten, zurückgewiesen. Im ZDF-Morgenmagazin sagte Söder, dass Bayern anders als zu Beginn der Pandemie gemessen an den Indexraten "nicht auf Platz eins oder zwei" liege, sondern "auf fünf, sechs oder sieben". "Die Indexraten in anderen Bundesländern sind deutlich höher." [Sehen Sie das gesamte Interview oben im Video.]

Es bringe aber auch nichts, die Zahlen gegeneinander anzurechnen. Das Problem sei ein flächendeckendes. "Wir brauchen jetzt nicht die Debatte darüber, wer wo glaubt, schuld zu sein, sondern umgekehrt", erklärte Söder.

Wir brauchen eine nationale Kraftanstrengung, diese Pandemie zu bekämpfen, denn ansonsten wird es uns gehen wie allen anderen europäischen Ländern.
Markus Söder, CSU

Flächendeckende Lockdowns gelte es zu verhindern.

Berchtesgadener Land: Auslöser nicht einfach zu ermitteln

Zum Infektionsgeschehen im Berchtesgadener Land sagte Söder, der Auslöser lasse sich im Nachhinein "wahrscheinlich nicht einfach ermitteln". Letztlich sei das auch nicht entscheidend. "Sondern entscheidend ist, dass ab einer bestimmten Höhe so wie dort rasch und konsequent reagiert werden muss." Ziel sei es generell, "dass wir präventiv wirken, wo es präventiv geht".

"Das Problem, das wir haben, ist kein logistisches"

Den Vorwurf, nicht richtig auf die zweite Welle vorbereitet gewesen zu sein, wies Söder zurück. "Wir haben die lokalen Testzentren, bei uns kann man sich schnell testen lassen. Bei uns kann man sich übrigens auch kostenlos testen lassen", sagte Söder im ZDF. Man habe in Bayern die Dinge vorangebracht, die andernorts nicht funktionierten. Zusätzlich seien über 2.000 Stellen besetzt worden, um die Gesundheitsämter zu stärken.

"Das Problem, das wir haben, ist kein logistisches. Wir haben ein politisch-mentales." Seit Monaten werde die Corona-Krise zerredet. Dabei spüre man doch jetzt, "dass mit steigender Infektionszahlen auch Stück für Stück auch wieder der Sprung erfolgt, in schwierigere Krankheitsverläufe, in die Krankenhäuser hinein." Es sei daher ganz entscheidend die Situation als metale und geistige Herausforderung zu sehen.

Söder: Infektionsgesetz schärfen

Nachdem Söder diese Woche vorgeschlagen hatte, mehr Rechte der Bundesländer auf den Bund zu übertragen, forderte er im ZDF-Morgenmagazin das Infektionsschutzgesetz noch einmal zu schärfen und an die aktuelle Pandemie-Situation anpassen. Viele bislang unbestimmte Rechtsbegriffe könne man besser füllen. "Damit hätte man noch mehr Verbindlichkeit, die überall in Deutschland geht." Für den CSU-Politiker sei es wichtig, "dass wir nicht nur unterschiedliche regionale Konzepte haben, sondern mehr einheitliche Linie".

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