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München führt Maskenpflicht auf Plätzen ein

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Hohe Corona-Zahlen - München führt Maskenpflicht auf Plätzen ein

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Die Corona-Infektionszahlen in München steigen: Für OB Reiter ist das Grund genug, auf öffentlichen Plätzen eine Maskenpflicht einzuführen.

Hotspots im ganzen Bundesland – vor allem in München, der bayerischen Hauptstadt, gelten ab Donnerstag neue Beschränkungen. Außerdem will Jens Spahn die Republik für die steigenden Infektionszahlen im Herbst vorbereiten. Unser Coronaticker.

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Zur Eindämmung des Coronavirus hat die Stadt München eine Maskenpflicht für einzelne stark besuchte Orte wie den Marienplatz und den Viktualienmarkt angeordnet. Das ist das Ergebnis einer Sitzung des Krisenstabes der Stadt, der am Montagvormittag wegen der anhaltend hohen Infektionszahlen getagt hatte.

Lauterbach fordert Maskenpflicht auch für andere Plätze

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach unterstützt den Vorschlag einer Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen zur Eindämmung des Coronavirus. "An Plätzen wie dem Stachus in München, der Hasenheide in Berlin oder dem Brüsseler Platz in Köln ist das Infektionsrisiko hoch", sagte er der "Saarbrücker Zeitung" (Dienstag).

"Die Jugend sieht sich nicht vor" und "das Wort Corona kann man nicht mehr hören", so die Stimmung in München auf der Straße.

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An solchen öffentlichen Plätzen könnten die Abstände nicht eingehalten werden, und es werde laut gesprochen. "Und wenn man laut spricht und ist infektiös, überträgt man per Tröpfchen das Virus."

Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen

Zudem führt die Stadt München wegen steigender Corona-Zahlen wieder Beschränkungen im öffentlichen und privaten Leben ein. So dürften sich in der bayerischen Landeshauptstadt ab Donnerstag nur noch fünf Personen treffen oder zwei Haushalte, sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) in München.

Aufgrund steigender Fallzahlen in Bayern soll dort nun eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen eingeführt werden. ZDF-Korrespondent Alexander Poel berichtet aus München.

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Das gelte sowohl im privaten und öffentlichen Raum als auch in der Gastronomie. Ausnahmen sind demnach, wenn sich zwei Haushalte treffen, die zusammen mehr Menschen umfassen, oder Verwandte in gerader Linie.

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Reiter sagte, die Idee sei, "dass wir die Zahlen der Menschen, die sich treffen, drastisch reduzieren müssen". Als weitere Maßnahme gilt künftig für private Feiern wie Geburtstage, Hochzeiten oder auch für Beerdigungen eine Höchstgrenze von 25 Menschen in geschlossenen Räumen und 50 Menschen bei Treffen draußen. Reguläre Veranstaltungen wie Theater oder Konzerte sind von dieser Einschränkung nicht betroffen.

Die zu den bereits geltenden Beschränkungen hinzu kommenden Einschränkungen sollen als Allgemeinverfügung am Mittwoch erlassen werden und dann ab Donnerstag für zunächst sieben Tage gelten. Für einzelne Stadtbereiche galt vorher bereits ein nächtliches Alkoholverbot. Reiter sagte, hier habe die Stadt keine weiteren Verschärfungen beschlossen, weil die Entscheidungen des bayerischen Kabinetts am Dienstag zu Themen wie Alkoholverbot oder Sperrzeitverkürzung abgewartet werden sollten.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte zuvor gesagt, er habe gemischte Gefühle, etwa wenn er sich die Bilder von wilden Wiesn-Ersatzfeiern wie am Wochenende auf dem Viktualienmarkt ansehe.

Bundeswehr soll Gesundheitsamt bei Nachverfolgung helfen

Daher wolle er mit der Stadt über einen Mund-Nasen-Schutz beraten, sagte der CSU-Chef am Montag dem Radiosender B5 aktuell. "Ich will keinem die Freude nehmen", sagte Söder. Aber angesichts der hohen Infektionszahlen in München sollten Freude und Vernunft besser zusammengehen.

"Man möchte vor allem vermeiden, dass das Geschäftsleben wieder beeinträchtigt wird", so ZDF-Korrespondent Jürgen Bollmann zur geplanten Oktoberfest-Alternative in München.

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Zudem soll das Gesundheitsamt der Stadt künftig durch die Bundeswehr unterstützt werden. "Wir werden die Bundeswehr bitten, 100 Leute zur Verfügung zu stellen, um die Nachverfolgung zu verbessern."

Söder: Zweiten Lockdown verhindern - zu hohe Infektionszahlen

Auch am Sonntag stiegen die Corona-Zahlen in München weiter an. Söder sprach in diesem Zusammenhang von starkem Leichtsinn einiger. "München hat sehr hohe Zahlen, zu hohe Zahlen." Sorgen bereiteten ihm nicht professionell organisierte Veranstaltungen. "Das Problem sind die privaten Feiern", sagte er.

Wenn die Vernunft nicht hilft, dann muss gesteuert werden.
Markus Söder

Ziel sei es, den Betrieb in Schulen und Kitas bayernweit weiter zu ermöglichen und die Wirtschaft vor weiteren Einschränkungen zu bewahren. Ein zweiter Lockdown müsse verhindert werden, mahnte Söder.

Infektionszahlen steigen weiter - Teils Maskenpflicht im Unterricht

Die Stadt hatte bereits am Freitag die Grenze von 50 Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner überschritten, ab der weitere Maßnahmen zum Infektionsschutz ergriffen werden sollen. Am Samstag und Sonntag stieg diese sogenannte 7-Tage-Inzidenz weiter. Zuletzt lag sie nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bei 55,6 - nach 50,7 am Freitag und 54,2 am Samstag.

Bislang hat die Stadt als Reaktion auf die höheren Zahlen die Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen verlängert.

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