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"Mit Corona kann man keinen Deal machen"

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Söder vor Gipfel im Kanzleramt - "Mit Corona kann man keinen Deal machen"

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Kanzlerin Merkel und die Länderchefs beraten morgen in Berlin über die Corona-Regeln. Bayerns Ministerpräsident Söder fordert vorab im ZDF einen "Ruck zu mehr Einheitlichkeit".

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hält nicht mehr am Beherbergungsverbot fest. Das Entscheidende sei, die Infektionszahlen herunterzubekommen. Dafür bräuchten wir ein klares und einheitliches Konzept.

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Dass das Treffen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Regierungschefs der Länder am Mittwoch in Berlin kein lockerer Durchmarsch werden wird, war in den letzten Tagen schon abzusehen. Zu hoch die Zahlen der Corona-Neuinfektionen, zu unterschiedlich die Regelungen der Länder, zu groß die Verwirrung beim Bürger.

So erklärte dann auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CDU) vorab im ZDF heute journal, dass für ihn nichts wichtiger sei, als eine gemeinsame Linie mit den Kollegen der anderen Bundesländer zu finden: Man würde ja erleben, was gerade in Europa passiere: "In den Niederlanden eine Art Lockdown, Ähnliches in Frankreich und Spanien, wir erleben eine deutliche Überforderung der Gesundheitssysteme - das darf bei uns nicht passieren."

Söder: "Corona duldet kein Laisser-faire"

Denn die Zahlen würden auch in Deutschland wieder exponentiell steigen, daher müsse es "einen Ruck geben zu mehr Einheitlichkeit!" Sicherheit und Vorsicht seien das Wichtigste in diesen Tagen, "Corona duldet kein Laisser-faire", betont Söder.

Vor dem Gipfel von Bund und Ländern im Kanzleramt fordern viele einheitliche Regelungen bei den Anti-Corona-Maßnahmen.

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Auf die Frage, wie das denn für den Büger zu verstehen sei, wenn man in einigen Bundesländern darüber nachdenke, demnächst Clubs wieder zu öffnen, während man in anderen Familientreffen auf Kleinstniveau schrumpfe, wiederholt Söder: "Bürger brauchen eine einheitliche Handhabe."

Corona ist gefährlich, Corona bleibt gefährlich, mit Corona kann man keinen Deal machen.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder

Das Virus hielte sich nicht an Landesgrenzen und es sei nur eine Frage der Zeit, bis es jeden betrifft. Und man wisse auch genau, wo man ansetzen müsse, nämlich im privaten Sektor, so Söder. Deswegen sei der Grundsatz: Mehr Maske, deutlich weniger Alkohol, klare Einschränkungen bei privaten Feiern.

Die Infektionszahlen seien viel zu hoch, es sei noch viel zu früh, man komme jetzt erst in die kalte Jahreszeit. "Deswegen müssen wir jetzt handeln, und zwar gemeinschaftlich und entschlossen."

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Söder: Beherbergungsverbot hängt von gemeinsamem Regelwerk ab

Das sogenannte Beherbergungsverbot sieht Söder als eine Art Testpflicht, die dem Schutz diene. Auch hier hänge alles von einem gemeinsamen Regelwerk der Länder ab. "Wenn alle sich auf ein Regelwerk einigen, mehr Masken, höhere Bußgelder, wenn wir uns bei den wilden Partys entsprechend überlegen, wie wir die einschränken können, dann können wir einen Konsensweg finden." Andernfalls würde es schwierig, so Söder.

Man brauche vergleichbare Konzepte, vergleichbare Strukturen, eine gleiche Philosophie, um den Schutz zu garantieren. "Das Grundprinzip heißt Solidarität mit denen, die von Corona stärker betroffen sein könnten."

Corona ist kein bayerisches Virus, kein rheinisches, kein berlinerisches, Corona ist es völlig wurscht, wer irgendwo regiert.
Markus Söder

Er selbst sei überzeugter Förderalist, würde sich aber mehr Einheitlichkeit wünschen. Sicherheit und Umsicht seien die klügeren Ratgeber, als zu glauben, Corona könne einen nicht betreffen.

Ein Modell eines Körpers mit Organen.

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