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Mehr Schutzausrüstung made in Germany

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Arbeitsstab der Bundesregierung - Mehr Schutzausrüstung made in Germany

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Die Bundesregierung will die Produktion von medizinischer Schutzausrüstung vermehrt nach Deutschland und Europa verlagern. Dafür verantwortlich soll ein neuer Arbeitsstab sein.

Jens Spahn und Peter Altmaier am 09.04.2020 in Berlin
Jens Spahn und Peter Altmaier in Berlin
Quelle: dpa

Die Bundesregierung gibt Firmen künftig langfristige Abnahmegarantien für dringend benötigte medizinische Schutzausrüstung. Das kündigte Wirtschaftsminister Peter Altmaier am Donnerstag in Berlin an. "Es geht darum, die Eigenproduktion in Europa und Deutschland zu stärken und hochzufahren", erklärte der CDU-Politiker in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nach dem Corona-Kabinett.

Etwa 90 Prozent aller Schutzmasken würden derzeit in Asien produziert, sagte Altmaier. Dieser Anteil solle sinken. Die weltweite Nachfrage werde sich wegen der Coronavirus-Pandemie noch stark erhöhen.

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Spahn lobt Unternehmen: Produktion fürs Gemeinwohl

"Deshalb gehen wir davon aus, dass der Bedarf nach derartigen Ausrüstungen dauerhaft ansteigen und für lange Zeit hoch bleiben wird", sagte Altmaier. Gesundheitsminister Spahn fügte hinzu, dass bei einer ersten Ausschreibung bis Dienstagabend 100 Angebote eingegangen seien. Die Firmen hätten eine Abnahmegarantie bis Ende 2021 zugesagt bekommen. Die Bereitschaft, für das Gemeinwohl zu produzieren, sei hoch.

Am Donnerstag wurde deshalb zusätzlich zu einer Beschaffungseinheit für Schutzausrüstung im Gesundheitsministerium ein sogenannter Produktionsstab im Wirtschaftsministerium eingerichtet, um die Anstrengungen zu koordinieren. Bereits am Montag hatte das Corona-Kabinett beschlossen, Textilfirmen 30 Prozent Investitionszuschüsse zu zahlen, wenn sie noch 2020 in die Produktion von Vliesstoff für Schutzmasken einsteigen.

Altmeier nannte einen Bedarf an Masken der unterschiedlichen Kategorien von "mehreren Milliarden" in den kommenden Monaten. Alleine der Gesundheitsbereich habe derzeit einen Jahresverbrauch von 450 Millionen FFP2-Masken und einer Milliarde OP-Masken, sagte Gesundheitsminister Spahn.

Altmaier will auch Medikamenten-Produktion hochfahren

Der Wirtschaftsminister kündigte zudem einen neuen industriepolitischen Ansatz auch bei der Produktion von Medikamenten an. Hier sei die Abhängigkeit von Lieferungen aus Asien ebenfalls sehr hoch. Ähnlich wie für Halbleiter oder Batterien soll es in der EU bald die Möglichkeit geben, Konsortien verschiedener Firmen zu bilden, um die Forschung in Deutschland und Europa voranzutreiben, sagte Altmaier.

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