Sie sind hier:

Regierungsbefragung im Bundestag - Spahn: Schnelltests für Perspektive

Datum:

Die Schnelltests kommen später als geplant - auch deshalb hat sich der Gesundheitsminister den Abgeordneten gestellt. Und noch einmal die Wichtigkeit der Tests betont.

Jens Spahn am 24.02.2021 in Berlin
Jens Spahn im Bundestag
Quelle: epa

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich im Bundestag in einer Regierungsbefragung den Fragen der Abgeordneten gestellt und die Wichtigkeit von Schnell- und Selbsttests in der Corona-Krise betont:

Corona gibt nicht einfach auf, das Virus gibt nicht einfach auf. Wir haben Tag um Tag mehr Mittel, mehr Möglichkeiten, damit umzugehen und ein Stück Normalität zurück zu gewinnen. Und Testen liefert dazu einen wichtigen Beitrag.
Jens Spahn

Spahn hatte ursprünglich angekündigt, dass ab 1. März ein Angebot für alle Bürger kommen solle, sich kostenlos von geschultem Personal mit Antigen-Schnelltests testen zu lassen - etwa in Testzentren, Praxen oder Apotheken. Darüber soll nun aber erst bei den Bund-Länder-Beratungen am 3. März gesprochen werden.

Spahn zeigt Perspektive auf

Die Schnell- und Selbsttests lieferten einen wichtigen Beitrag, dass Zug um Zug, je nach Infektionsgeschehen, Dinge wieder möglich gemacht würden. Am Vormittag waren die ersten drei Sonderzulassungen für Corona-Selbsttests erteilt worden, die man auch ohne Schulung zu Hause machen kann.

Schnelltests, die geschultes Personal durchführen muss, sollen voraussichtlich in rund zwei Wochen etwa in Apotheken kostenlos gemacht werden können. Laien-Selbsttests seien geeignet, wenn jemand für sich Sicherheit haben wolle. Sie könnten perspektivisch aber auch dazu dienen, wieder Besuche von Theatern oder anderen Veranstaltungen zu ermöglichen. "Das ist die Perspektive", so Spahn.

Gute Nachrichten für den Gesundheitsminister: Die ersten Corona-Selbsttests wurden zugelassen. Dennoch muss sich Jens Spahn heute im Bundestag der Kritik der Abgeordneten stellen.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Spahn: Corona wird nie komplett verschwinden

Er sagte außerdem, er glaube nicht daran, dass das Coronavirus jemals komplett verschwinden werde. Eine Inzidenz von null werde es auf Dauer nicht geben können, außer man ziehe eine Mauer um das Land.

"Wenn wir uns alle einschließen, dann sind wir vielleicht irgendwann bei einer Inzidenz null". Das sei allerdings auch kein Leben. Vielmehr gehe es darum, die richtige Balance zwischen bestmöglichem Infektionsschutz und Leben und Freiheit zu finden.

Spahn: Bis zu 500.000 Impfungen pro Tag

Thema war neben den Tests auch die Impfungen: Es sei wichtig, dass Impfstoff zügig verimpft werde, da seien sich alle einig. Laut Spahn haben ihm die Bundesländer Kapazitäten von 300.000 Impfungen pro Tag gemeldet, perspektivisch könne man auf über 500.000 aufbauen. Man müsse in den Ländern an Geschwindigkeit gewinnen.

Spahn ging auch auf das Einbinden von Arztpraxen beim Impfen ein. Das sei schon Realität, an manchen Orten werde das schon praktiziert, z.B. in Hamburg in onkologischen Praxen. "Das unterstütze ich", so Spahn.

Das solle auch regelhaft passieren, würde aber erst Sinn machen "wenn wir drei bis fünf Millionen Impfdosen pro Wochen haben". Auf diesen Fall bereite man sich auch vor.

"Nichts wäre schlimmer, als wenn wir durch falsche Probenentnahme falsch-negative Ergebnisse bekommen", so Virologe Martin Stürmer über die Risiken von Schnelltests für zu Hause.

Beitragslänge:
4 min
Datum:
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.