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Bundesgesundheitsminister Spahn - "Es kann Rückschläge bei der Zulassung geben"

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht es als ermutigendes Signal, dass Biontech die Zulassung seines Corona-Impfstoffs beantragen will. Aber: Man müsse realistisch bleiben.

Wir werden so schnell einen Impfstoff haben bei einem neuen Virus wie noch nie in der Menschheitsgeschichte, sagt Gesundheitsminister Spahn zum möglichen Impfstoff von Biontech. Es würden aber die gleichen hohen Standards angelegt wie sonst auch.

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Sehen Sie oben das ganze Interview im Video und lesen Sie es hier in Auszügen. Das sagt Bundesgesundheitsminister Spahn zu...

… den Studienergebnissen, die Biontech-Pfizer vorgelegt haben

"Das ist in jedem Fall sehr ermutigend und macht zuversichtlich. Wir werden - Stand heute - so schnell einen Impfstoff haben bei einem neuen Virus wie noch nie zuvor in der Menschheitsgeschichte. Es macht mich ein Stück stolz zu sehen, dass ein deutsches Unternehmen, das wir unterstützt haben, in der Forschung jetzt so weit vorne mitspielt."

… der Sicherheit des künftigen Impfstoffs

"Wir sind noch nicht fertig in dem Prozess. Das Unternehmen ist auch noch nicht fertig mit der Studie. Das sind jetzt erste ermutigende Zeichen und 90 Prozent Wirksamkeit ist schon eine sehr hohe Wirksamkeit. Ein Grippe-Impfstoff hat zum Vergleich 50 oder 60 Prozent Wirksamkeit.

Es wird Hunderte Millionen, wenn nicht Milliarden Menschen geben, die einen solchen Impfstoff verimpft bekommen. Er muss also muss gut erforscht sein und das passiert auch. Die Anforderungen werden nicht verändert oder runtergeschraubt. Es werden die gleichen hohen Standards an diesen Impfstoff gestellt wie an jeden anderen auch. Das ist sehr wichtig, um Vertrauen zu gewinnen in diesen Impfstoff."

Weltweit wird geforscht wie nie – und zwar an Impfstoffen gegen das Corona-Virus. Besonders vielversprechend: ein Kandidat des Mainzer Biotechnologie-Unternehmens BioNTech.

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… den Verhandlungen zwischen EU und Biontech über einen Kaufvertrag für den möglichen Impfstoff

"Ich möchte, dass wir als Europäische Union in den nächsten Tagen zu einem Abschluss kommen. Ich könnte es als deutscher Gesundheitsminister jedenfalls schwer erklären, wenn in anderen Regionen der Welt ein in Deutschland produzierter Impfstoff schneller verimpft würde als in Deutschland selbst. Wir machen Druck bei der EU-Kommission, dass der Vertrag jetzt zügig unterzeichnet wird."

… dem Zeitrahmen, den es braucht, um die Corona-Krise zu bewältigen

"Wir müssen diese Balance schaffen zwischen Zuversicht, dem Licht am Ende des Tunnels, und gleichzeitig realistisch bleiben. Das Durchimpfen würde viele Wochen, wenn nicht Monate dauern. Es kann immer einen Rückschlag geben in der Impfstoffentwicklung.

Jetzt sind wir zuerst einmal im Hier und Jetzt. In diesen Tagen müssen wir gemeinsam die Infektionszahlen runterbringen, aufeinander aufpassen, das Gesundheitswesen vor der Überlastung schützen und dann gemeinsam durch den Winter."

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