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"Fast die Hälfte der Intensivbetten ist frei"

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Gesundheitsminister Spahn - "Fast die Hälfte der Intensivbetten ist frei"

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Wie ist die Corona-Lage in deutschen Krankenhäusern? Wann könnte Schluss mit den Einschränkungen sein? Gesundheitsminister Jens Spahn im ZDF-Interview.

Gesundheitsminister Jens Spahn im heute-journal-Interview.

Beitragslänge:
8 min
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Sehen Sie oben das ganze Interview im Video und lesen Sie es hier in Auszügen. Das sagt Spahn zu ...

... der Lage auf deutschen Intensivstationen

"Wir haben etwa vor zwei Wochen die Kliniken aufgefordert, planbare Operationen zu verschieben und das führt, Stand heute Abend, dazu, dass fast die Hälfte der Intensivbetten in Deutschland frei ist. Das heißt also, wir bereiten uns bestmöglich vor auf das, was da kommen kann.

Und wenn ich anfügen darf: Damit sind fast doppelt so viele Betten in Deutschland in der Intensivmedizin frei wie Italien insgesamt überhaupt hat. Und das macht mich - das darf ich wohl sagen - in jedem Telefonat mit meinem italienischen Kollegen sehr dankbar und sehr demütig."

... einem möglichen Ende der Einschränkungen des öffentlichen Lebens

"Zuerst einmal müssen wir ja sehen, dass die Maßnahmen, die Einschränkungen, die Kontaktreduzierungen, die es gegeben hat in den letzten zwei Wochen - begonnen mit Schulschließungen und jetzt mit den Maßnahmen der letzten Tage - sich mit Zeitverzug bemerkbar machen wird in der Zahl der Neuinfektionen. Das werden wir also erst ab dieser Woche, nächster Woche sehen und dann beurteilen können in der Wirkung. Auch in der Wirkung auf das Gesundheitssystem. (…)

Und was ich wichtig finde, ist dass wir Einsicht erhalten und Unterstützung durch die Bürgerinnen und Bürger. (...) Und es braucht eine Perspektive. Dass es natürlich, wenn wir alle gemeinsam das jetzt gut durchhalten, dann auch schrittweise zurück in den Alltag gehen kann. (…) Aber ich will ausdrücklich sagen, dass kann heute noch niemand sagen."

... den Lehren aus der Corona-Pandemie

"Wir haben Pandemie-Pläne des Bundes, der Länder - für jedes Krankenhaus, für jede Pflegeeinrichtung. Aber eines, das müssen wir glaube ich auch gemeinsam selbstkritisch sagen: Wir haben Pläne, aber wir üben sie zu selten. Auch das ist eine Lektion, die wir denke ich alle gemeinsam gelernt haben. Deswegen möchte ich in Zukunft, für nach der Krise, eine Verpflichtung, solche Pläne zu üben und auch eine Verpflichtung, Vorräte zu haben für solche Lagen."

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