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Corona-Testpflicht für Urlauber ab Samstag

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Reisende aus Risikogebieten - Corona-Testpflicht für Urlauber ab Samstag

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Ab Samstag gilt eine Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Das hat Gesundheitsminister Spahn angekündigt. Dieser Eingriff in die Freiheit sei "zumutbar".

1000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden meldet das Robert-Koch-Institut. Um einen weiteren Anstieg zu verhindern, hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn einen verpflichteten Corona-Test für Reiserückkehrer aus Risikogebieten angeordnet.

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Einreisende aus Corona-Risikogebieten müssen sich ab Samstag bei der Rückkehr nach Deutschland auf das Virus testen lassen. Das ordnete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an, wie er in Berlin mitteilte.

Reiserückkehrer müssen demnach entweder ein negatives Testergebnis, das nicht älter als zwei Tage ist, mitbringen oder in Deutschland einen Abstrich machen lassen. Ihm sei bewusst, dass das ein Eingriff in die Freiheit des Einzelnen sei, sagte Spahn. Dieser sei aber zumutbar, weil sich aus der Freiheit auch die Verpflichtung ergebe, im Alltag aufeinander aufzupassen und sich gegenseitig zu schützen.

Stichproben bei Einreisen auf dem Landweg

Um bei Einreisen auf dem Landweg die Regeln durchzusetzen setzt Spahn auf Stichproben. "Die Testpflicht kommt mit einem Bußgeld." Die Entscheidung über Strafen liege bei den Behörden vor Ort und könne bei bis zu 25.000 Euro liegen.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer findet verpflichtende Tests wichtig, sie seien aber lediglich eine Momentaufnahme, darüber hinaus müsse man die Regeln auch weiterhin unbedingt einhalten, um eine zweite Welle zu vermeiden.

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Spahn erinnerte auch an die weiterhin geltende Vorschrift, dass sich Rückkehrer aus Risikogebieten ohne negativen Corona-Test für zwei Wochen in Quarantäne begeben müssen. Alternativ könne ein negatives Testergebnis vorgelegt werden, "das nicht mehr als zwei Tage alt ist".

Die meisten Staaten sind derzeit Risikogebiete

Als Risikogebiete eingestuft sind die meisten Staaten der Erde, auch die USA oder Brasilien. In der EU hat das Robert-Koch-Institut (RKI) Luxemburg, die belgische Region Antwerpen und einige Regionen Nordspaniens als Risikogebiete ausgewiesen, ebenso mehrere europäische Staaten außerhalb der EU. Auch die vier türkischen Küstenprovinzen, für die keine Reisewarnung des Auswärtigen Amts mehr gilt, sind weiterhin als Risikogebiete eingestuft.

RKI: Über 1.000 Neuinfektionen an einem Tag

Das RKI hatte zuvor erstmals seit Mai wieder mehr als 1.000 Neuinfektionen an einem Tag gemeldet. Der Großteil der Infektionen finde zwar innerhalb Deutschlands statt, so Spahn. Trotzdem gebe es auch steigende Zahlen, die mit Reiserückkehrern verbunden seien, beispielsweise aus dem Balkan oder der Türkei. Bei Tests an Flughäfen seien etwa zwei Prozent aller durchgeführten Tests positiv.

Steigende Fallzahlen und unklare Infektionsketten lassen die Sorgen vor einer sogenannten zweiten Corona-Welle in Deutschland wachsen. "Es ist erstaunlich und bedrohlich, dass die Zahlen so hoch sind", so der Virologe Uwe Liebert.

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Die insgesamt gestiegenen Corona-Fallzahlen in Deutschland sind laut Spahn auch auf die Ausweitung der Tests zurückzuführen. Das sei auch gut, weil es helfe, Ansteckungsketten zu durchbrechen.

Der Minister appellierte zudem an die Bürger, sich weiter an Abstands- und Hygieneregeln sowie die Maskenpflicht zu halten. Bei einigen setze Ermüdung ein. Es gebe das "trügerische Gefühl", es sei alles nicht so schlimm gewesen, sagte Spahn und betonte: "Die Pandemie ist noch da."

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