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Spahn ruft zu Gelassenheit auf

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Coronavirus in Deutschland - Spahn ruft zu Gelassenheit auf

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Deutschland hat seinen ersten Fall des Coronavirus. Gesundheitsminister Spahn warnt davor, Verschwörungstheorien zu trauen - und erlässt vier Maßnahmen im Umgang mit der Krankheit.

In Bayern hat sich ein Mann bei einem chinesischen Gast seiner Firma mit dem Coronavirus angesteckt. Gesundheitsminister Spahn betont, der Fall zeige, "dass wir gut vorbereitet sind".

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat zu mehr Gelassenheit im Umgang mit dem Coronavirus aufgerufen. "Für übertriebene Sorge gibt es keinen Grund", sagte er bei einer Pressekonferenz in Berlin.

"Das Einzige, was mich wirklich beunruhigt, sind die Verschwörungstheorien aller Art", erklärte Spahn mit Blick auf viele Falschinformationen zu der Lungenkrankheit, die im Internet kursieren.

Wegen des neuartigen Coronavirus hat das Auswärtige Amt vor Reisen in die chinesische Provinz Hubei gewarnt. Andere Teile Chinas sind von der Reisewarnung aber nicht betroffen.

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Der erste bekannte Coronavirus-Fall in Bayern habe gezeigt, dass Deutschland gut darauf vorbereitet sei. Der Mann sei in einem sehr guten Gesundheitszustand, so der Minister. Dennoch würden die Behörden die Situation "sehr, sehr ernst" nehmen, sagte er.

Spahns vier Forderungen

Gleichzeitig kündigte Spahn vier Maßnahmen an, mit denen die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Deutschland eingedämmt werden soll. So sollen Krankenhäuser etwa bereits begründete Verdachtsfälle weitergeben. Bislang galt die Meldepflicht erst bei bestätigten Fällen.

Reisende aus China sollen zudem Formulare ausfüllen, wie sie in den nächsten 30 Tagen zu erreichen sind. Die Airlines sollen die Angaben für diesen Zeitraum abrufbar halten. Damit sollen in Infektionsfällen Kontaktpersonen ausfindig gemacht werden können - etwa, wer neben wem gesessen hat. Spahn widersprach zugleich Forderungen, an Flughäfen Fiebermessstellen einzurichten. Dies bringe nichts.

Zahl der Todesfälle nimmt relativ gesehen ab

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar H. Wiehler, sagte, mit steigender Zahl der Verdachtsfälle vor allem in China nehme die Zahl der schwerwiegenden Erkrankungen und Todesfälle relativ gesehen ab. "Die Schwere hat eher abgenommen", sagte er bei der Pressekonferenz.

In Europa waren zuvor drei Infektionen mit dem neuartigen Virus nachgewiesen worden. Alle betrafen Menschen in Frankreich, die zuvor in China gewesen waren.

Bayerischer Coronavirus-Fall - Erste Mensch-zu-Mensch-Ansteckung außerhalb Asiens

Bei dem Mann, der in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert ist, handelt es sich um einen 33-Jährigen. Er habe sich bei einem chinesischen Gast angesteckt, so die Behörden.

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